Es fühlt sich gut an, wenn....
Lebensmittel aus der Region sind,
frisch gekochtes und qualitativ hochwertiges Essen zubereitet wird,
Sie in einem kuscheligen Bett in landestypischen und natürlichen Materialen träumen,
Souvenirs an eine schöne Zeit erinnern die in der Umgebung erzeugt wurden,
das Umfeld zu Fuß, mit Pferd, Kanu, Fahrrad, Lama,... erkundet wird,
die Freiheit und Ruhe Begleiter in einer einmaligen Kulisse ist,
man sich Willkommen und wie in einer großen Familie fühlt,
Sie sich weiterentwickeln und das Gelernte zu Hause umsetzen,
zum Erhalt einer intakten Natur und Kulturlandschaft beitragen wird.
Mein Geld belebt die lokale Wirtschaft und gibt den Menschen vor Ort ein faires Einkommen!
Darf ich mich vorstellen

Die Westfriesischen Inseln aktiv erkunden
...und plötzlich war das Meer verschwunden.
Zentimeter für Zentimeter zog sich das Wasser zurück und gab eine neue Landschaft frei. Wo eben noch Wellen rauschten und der eine oder andere Seehund neugierig aus dem Wasser schaute, kam langsam, aber stetig der Grund des Meeres zum Vorschein. Stunden später kehrte das Wasser von allen Seiten wieder zurück und überflutete den Meeresboden, auf dem ich kurz zuvor noch spazieren gegangen war. Das Spiel zwischen Ebbe und Flut war für mich jedes Mal aufs Neue einfach magisch.
Das Wattenmeer gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und erstreckt sich von Den Helder in den Niederlanden über rund 500 Kilometer bis nach Esbjerg in Dänemark. Schlickflächen, Sandbänke, Salzwiesen und Priele bilden eines der dynamischsten Ökosysteme Europas.
Zu Fuß, mit dem Fahrrad und an Bord eines historischen Segelschiffs erlebte ich diesen Landstrich aus nächster Nähe.
Als Kind der Berge musste ich mich aber zunächst an die Landschaft der Westfriesischen Inseln gewöhnen. Statt hoher Gipfel erwarteten mich kilometerlange Sandstrände, weitläufige Dünen, Deiche und eine scheinbar endlose Weite.
INHALT
Texel
Texel ist die größte und westlichste der niederländischen Watteninseln. Mit einer Fläche von rund 160 km² ist sie in etwa so groß wie das Fürstentum Liechtenstein.
Seine Glanzzeit erlebte Texel im 17. und 18. Jahrhundert, als sich Handelsschiffe der niederländischen Ostindien-Kompanie auf der Reede von Texel für ihre langen Reisen in alle Welt versorgen ließen. Die dunkelsten Tage erlebte die Insel während des Aufstands der Georgier im Zweiten Weltkrieg im April und Mai 1945.
Heute sind Tourismus, Landwirtschaft und Fischerei die wichtigsten Wirtschaftszweige. Auf Texel leben laut Tourismusverband rund 10.000 Schafe bei rund 14.000 Einwohner*innen.
Mein Stützpunkt war der Ort De Koog im westlichen Texel, der sich hervorragend für Wander- und Radtouren eignet, denn die Insel besitzt ein gut ausgebautes Rad- und Wegenetz.

Kitesurfen ist neben dem Segeln und Strandsegeln (Blogkarting) ein beliebter Wassersport auf den Westfriesischen Inseln. Vor allem bei Sonnenuntergang – sofern das Wetter es zulässt – ist das Erlebnis kaum in Worte zu fassen.

Wandertipp: Naturschutzgebiet De Slufter
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist Strandpaal 21 nördlich von De Koog. Der Weg führte mich zunächst durch die karge Dünenlandschaft, in der ich Gänse, Möwen, Fasane und viele weitere Vogelarten beobachten konnte.

Im Naturschutzgebiet De Slufter angekommen, erwartete mich ein leuchtend violetter Blütenteppich, über dem unzählige Vögel kreisten und zwitscherten. Im Gegensatz zu den meisten Dünengebieten steht De Slufter in direkter Verbindung mit dem Meer. So wird das Gebiet bei Flut regelmäßig überschwemmt, wodurch eine einzigartige Landschaft aus Salzwiesen, Prielen und Dünen entsteht.
Außerdem ist das Naturschutzgebiet einer der wichtigsten Brut- und Rastplätze der Insel. Besonders im Frühling und Herbst lohnt sich ein Besuch, wenn zahlreiche Zugvögel hier eine Pause auf ihrer langen Reise einlegen.
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Nachdem ich alle Eindrücke auf mich wirken ließ, zog ich meine Schuhe aus und setzte meine Wanderung durch den weichen Sand auf den "Gipfel" einer Düne in Richtung Strand fort. Oben angekommen wurde ich mit einem Panoramablick über das Naturschutzgebiet, den endlos langen Sandstrand und die tosende Nordsee belohnt.
Für den Rückweg zu meinem Ausgangspunkt entschied ich mich für den Strand. Während der Wind durch meine Haare wehte und die Nordsee meine Füße umspülte, konnte ich wunderbar entschleunigen.
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An diesem Tag bin ich ca. 11 Kilometer gewandert.
Die Tour habe ich hier abgespeichert.
Mit dem Fahrrad das nördliche Texel entdecken
Mich führte der Radweg zuerst Richtung Norden. Auf der einen Seite war die Dünenlandschaft von De Slufter mein Begleiter, auf der anderen Seite erstreckten sich weitläufige landwirtschaftlich genutzte Flächen. Später fuhr ich mitten durch die Dünen bis zum berühmten Leuchtturm von Eierland.

Eierland war ursprünglich eine eigenständige Insel und bis ins 13. Jahrhundert mit der Nachbarinsel Vlieland verbunden. Sturmfluten führten unter anderem dazu, dass Eierland von Vlieland getrennt wurde und zu einer eigenständigen Insel wurde. Durch den Bau von Sanddeichen und die Eindeichung im Jahr 1835 wurde Eierland dauerhaft mit Texel verbunden.
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Für mich öffnete der Leuchtturm um zehn Uhr seine Türen. Über 118 Stufen einer gusseisernen Wendeltreppe gelangte ich auf die Aussichtsplattform in 47 Metern Höhe. Von oben bot sich ein herrlicher Blick über Texel, die Nachbarinsel Vlieland und die Nordsee. Durch ein Fernrohr entdeckte ich meine ersten Robben sowie eine Bohrinsel in der Ferne. Im Inneren erinnerte eine Ausstellung an die bewegte Geschichte des 1863 erbauten Leuchtturms, der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde und dessen Einschusslöcher bis heute sichtbar sind. Aus diesem Grund wurde nach Kriegsende eine zweite Schutzschicht rund um den Leuchtturm errichtet.
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Anschließend wanderte ich erneut durch die Dünen und am Strand entlang. Barfuß durch das Wasser zu gehen, wurde langsam zu einem liebgewonnenen Ritual.
Mit dem Fahrrad setzte ich meine Rundfahrt entlang der Ostküste fort. Der Unterschied zur Westseite hätte kaum größer sein können. Während im Westen hohe Dünen das Landschaftsbild prägen, verläuft die Ostseite über lange Strecken entlang asphaltierter Deiche. Dahinter erstrecken sich endlos wirkende landwirtschaftliche Flächen. Dazwischen liegen kleine Dörfer und künstlich angelegte Salzseen, die zahlreichen Vogelarten als Brutgebiet dienen. Nicht zu vergessen die vielen Schafe, die auf Texel leben.
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In Oosterend, das als einer der schönsten Orte der Insel gilt, legte ich eine längere Pause ein. Die engen Gassen, die kleinen Häuser und die älteste Kirche Texels verleihen dem Ort besonderen Charme. Besonders beeindruckte mich jedoch die sogenannte Wollkirche. Mehr als 200 Inselbewohner*innen und Gäste hatten aus der Wolle von rund 150 Texeler Schafen jeweils 48 neun Meter lange Wollpaneele gestrickt und diese zu einem einzigartigen Kunstwerk, das Verbundenheit symbolisiert, zusammengefügt.


Retour zum Ausgangspunkt nach De Koog ging es bei kräftigem Wind quer durch das Landesinnere mit reetgedeckten Häusern und den für Texel üblichen Scheunen. Sie sind mit ihrem asymmetrischen Dach perfekt auf die Windverhältnisse der Insel ausgerichtet.
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An diesem Tag bin ich rund 40 Kilometer geradelt.
Diese Tour habe ich hier abgespeichert.
Mit dem Fahrrad das südliche Texel entdecken
Die Südroute wird auch Thijsse-Route genannt. Sie ist nach dem Pionier des niederländischen Naturschutzes, Jacobus Pieter Thijsse, benannt.
Die Strecke führte mich zunächst durch De Dennen, den einzigen größeren Wald auf Texel. Die künstlich angepflanzten Kiefern und die inzwischen stattlichen Laubbäume bildeten einen angenehmen Kontrast zur sonst offenen Dünenlandschaft.

Immer wieder machte ich Abstecher zum Strand. Obwohl sich die Dünenlandschaft sehr ähnelte, faszinierte mich ihre Weite.
Im Süden besuchte ich das idyllische Den Hoorn, sowie einen gut erhaltenen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Damals befanden sich über 500 Bunker auf Texel, heute sind nur noch wenige erhalten. Diese Bunker begleiteten mich auch noch auf den anderen Westfriesischen Inseln. Sie waren Teil des rund 2.680 Kilometer langen Atlantikwalls, der im Zweiten Weltkrieg von NS-Deutschland errichtet wurde und zur Abwehr der Alliierten diente.
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Anschließend führte mich eine Wanderung zu den Horsmeertjes, zwei Dünenseen. Ehrlich gesagt blieb diese Runde etwas hinter meinen Erwartungen zurück, da der Blick auf die Seen meist durch dichtes Gebüsch verdeckt war.
Deutlich besser gefiel mir dagegen Oudeschild, der einzige Ort Texels direkt am Meer. Seine kleinen Fischerhäuser strahlten viel Gemütlichkeit aus. Im Museum Kaap Skil tauchte ich in die maritime Geschichte der Insel ein. Besonders spannend waren die Ausstellungen über die Reede von Texel, auf der früher Hunderte Handelsschiffe auf günstigen Wind warteten, sowie über die sogenannten Strandjutter, die alles sammelten, was das Meer an Land spülte.
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Auch auf dieser Tour ging es wieder quer durch das Inselinnere zurück zur Westseite. Zum Abschluss besuchte ich noch das Ecomare. Die Seehundauffangstation pflegt verletzte Robben und entlässt sie nach ihrer Genesung wieder in die Nordsee. Im Museum erfährt man außerdem viel Wissenswertes über den Lebensraum Wattenmeer.
An diesem Tag bin ich rund 40 Kilometer geradelt.
Die Tour habe ich hier abgespeichert.
Anreise und Mobilität vor Ort
Die Anreise nach Texel erfolgt mit der Fähre TESO ab Den Helder. Der Routenplaner 9292 zeigt die öffentlichen Verbindungen an. Die Überfahrt selbst dauert rund 20 Minuten. Auf der Insel gibt es ein Netz an Buslinien. Für Orte, die nicht an das öffentliche Busnetz angeschlossen sind, bringt der Texelhopper Reisende an das gewünschte Ziel.
Tourismusverband
Vlieland
Vlieland ist die zweitkleinste bewohnte Westfriesische Insel. Endlose Sandstrände, ausgedehnte Dünenlandschaften, aber auch Wälder prägen das Landschaftsbild. Da auf der rund 20 Kilometer langen und 2 Kilometer breiten Insel nur wenige Privatfahrzeuge zugelassen sind, genießt man hier eine sehr entspannte Atmosphäre.
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Die Geschichte Vlielands reicht bis ins Mittelalter zurück. Über Jahrhunderte lebten die Bewohner*innen vor allem vom Walfang, der Schifffahrt und dem Handel. Gleichzeitig veränderten Sturmfluten immer wieder die Küstenlinie. Wie gierig die Nordsee ist, zeigt sich daran, dass es im 18. Jahrhundert noch zwei Dörfer gab. Nach einer Sturmflut versank West-Vlieland vollständig im Meer. Oost-Vlieland bildet heute das kulturelle und touristische Zentrum der Insel. Das älteste Haus des Küstenortes ist aus dem Jahr 1575. Das sogenannte Tromp´s Huys ist heute ein Museum mit einer Kunstsammlung und informiert über die Geschichte der Insel und der Seefahrt.
Wandertipp: Einmal quer durch Vlieland
Nächtigt man in Oost-Vlieland, kann man mit dem öffentlichen Bus bis ans südliche Ende (zum Posthuys) fahren, um von dort durch eine Landschaft aus Dünen und Wäldern wieder zurückzuwandern. Alternativ gibt es auch wunderschöne Rundwege für Radfahrer*innen über die Insel. Ich startete meine Wanderung am Posthuys, da ich mit der Fähre von Texel nach Vlieland gekommen war.

Blick aufs Posthuys
Zuerst machte ich eine Schleife südlich des Posthuys. Dort erwarteten mich Seen voller Wasservögel, kilometerlange Strände und unendliche Dünen bestimmten das Landschaftsbild. Barfuß lief ich wieder entlang der Brandung, musste diesmal jedoch ständig aufpassen, nicht auf die zahlreichen angespülten Quallen zu treten.
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Ein paar hundert Meter vor dem Posthuys verließ ich die Dünenlandschaft und zweigte in einen Mischwald ab, der ins Landesinnere führte. Je weiter ich Richtung Oost-Vlieland wanderte, desto abwechslungsreicher wurde die Landschaft. Kiefer- und Laubwälder wechselten sich mit Dünen ab, die Heide begann bereits zu blühen und immer wieder boten sich wunderschöne Ausblicke über die nahezu unberührte Insel.

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Kurz vor Oost-Vlieland, dem einzigen Ort der Insel, wartete mit der Vuurboetsduin noch ein besonderer Höhepunkt meiner Wanderung auf mich. Die 45 Meter hohe Düne ist eine der höchsten Erhebungen der Westfriesischen Inseln und der Niederlande. Auf ihrer Spitze steht der Leuchtturm Vuurduin, der nicht öffentlich zugänglich ist. Von einem kleinen Aussichtspunkt auf Baumkronenhöhe genießt man jedoch einen herrlichen Rundumblick.
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Oost-Vlieland selbst wirkte mit seinen kleinen und niedrig gebauten Häusern und der von alten Platanen gesäumten Dorpsstraat beinahe wie ein Puppendorf.
An diesem Tag bin ich rund 17 Kilometer gewandert.
Diese Tour habe ich hier abgespeichert.
Anreise und Mobilität vor Ort.
Harlingen ist der Ausgangspunkt, um nach Vlieland zu gelangen. Der Routenplaner 9292 zeigt die öffentlichen Verbindungen an. Von dem idyllischen Hafenstädtchen, das auf eine rund 800-jährige Seefahrtsgeschichte zurückblickt, kann man viele der rund 500 denkmalgeschützten Gebäude bewundern, bevor man in die Fähre der Reederei Doeksen nach Vlieland nimmt. Es gibt ein öffentliches Bussystem auf Vlieland.
Mit Fähre und 4x4 Antrieb nach Vlieland
Ich persönlich bin aber von Texel nach Vlieland gereist, da ich sonst zurück aufs Festland hätte fahren und mehrmals umsteigen müssen, um nach Vlieland zu gelangen.
So fuhr ich mit dem Texelhopper in den Norden der Insel (De Cocksdorp), wo mich das Schiff „De Vriendschap“ an die Südküste von Vlieland brachte. Auf der Überfahrt zeigten sich in der Ferne Robbenbänke. Von dort stiegen wir über einen Steg in ein 4x4-Geländefahrzeug um, das uns über den endlos scheinenden Sandstrand zum Posthuys an der Südküste von Vlieland brachte.
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Tourismusverband
„Trockensegeln“ mit einem historischen Schiff durchs Wattenmeer – Inselhüpfen auf den Westfriesischen Inseln
Ich musste bei dem Wort „Trockensegeln“ auch erst zweimal nachlesen. Ist das nicht ein Widerspruch par excellence? Da das Wattenmeer stark von den Gezeiten abhängig ist, fällt bei Ebbe etwa alle 12 Stunden der Meeresboden buchstäblich trocken.
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Damit die Eendracht, so der Name unseres Segelschiffes aus dem Jahr 1899, sicher trockenfallen kann, verfügt sie über einen sogenannten Plattboden. Das bedeutet, dass das Unterwasserschiff nahezu flach gebaut ist und keinen tiefen Kiel besitzt. Dadurch kann sich der Klipper bei Ebbe gleichmäßig auf den Wattboden setzen und bleibt dabei stabil liegen, bis die Flut zurückkehrt.
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Als Segelfrachtschiff transportierte die Eendracht bis 1930 Waren wie Torf, Kohle, Getreide und Baustoffe auf den Binnengewässern sowie im Wattenmeer und entlang der niederländischen Küste. Danach wurde ein Hilfsmotor eingesetzt und sie wurde noch bis 1960 als Frachtschiff eingesetzt. Heute ermöglicht der Einmaster seinen Gästen unvergessliche Segelerlebnisse in einer der 10 Kabinen. Am knapp 30 Meter langen und 6 Meter breiten Klipper gibt es zwei Duschmöglichkeiten, zwei Toiletten und einen Aufenthaltsraum mit Küche. Verpflegt wurden wir am Klipper mit Vollpension. Das Frühstück war ohne „Schnick-Schnack“ aber ausreichend, zu mittags gab es Suppe und Sandwiches und am Abend wartete ein ausgezeichnetes 2-Gänge Menü auf uns.
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Unser Skipper Andi kennt das Watt wie seine Westentasche und steuerte den Klipper gezielt auf geeignete Wattflächen, um ihn bei Ebbe trockenfallen zu lassen.
Mich persönlich hat es besonders beeindruckt, wie das Wasser Zentimeter für Zentimeter zurückkehrte und den Meeresboden langsam wieder bedeckte.
Neben Wind und Wetter musste Andi ständig die Gezeiten im Blick behalten und den Verlauf der Priele genau kennen. Schon wenige Zentimeter Wasserstand konnte darüber entscheiden, ob unser Klipper eine flache Sandbank noch sicher überquerte oder unfreiwillig aufsetzte.
Unter Prielen versteht man natürliche Wasserläufe im Wattenmeer, die wie Adern durch den Schlick und Sand verlaufen.
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Für mich als Segelneuling war der einwöchige Segeltörn eine außergewöhnliche Abwechslung zu den Wanderungen und Radtouren, die ich auf Schiermonnikoog, Ameland und Terschelling unternommen hatte. Wenn das Wetter es zuließ, konnte ich sogar im Netz des Klüverbaums (so nennt man den nach vorne über den Bug hinausragenden Mast) entspannen, den Robben auf den Sandbänken und den vielen Vögeln zusehen. Meine Zimmernachbarin nächtigte sogar an Deck unter dem Sternenhimmel.

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Copyright Fotos: Ein Reiseteilnehmer & ich
Wir segelten täglich umgerechnet ungefähr zwischen 15 und 50 Kilometer und hatten einen Pausetag. Für den Törn gibt es keinen festen Ablaufplan. Welche Inseln man ansteuert und wie lange man darauf verweilt hängt vom Wind, den Gezeiten und dem Wetter ab. Der Alltag an Bord war ungezwungen und es herrschte zwischen uns Reiseteilnehmer*innen eine entspannte Atmosphäre. Es ist immer wieder spannend, fremde Menschen kennenzulernen und sich am Ende der Woche als Freunde mit neuen Impulsen zu verabschieden.
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An Bord der Eendracht gehörten die täglichen Arbeiten selbstverständlich zum Bordalltag. Gemeinsam wurde der Anker gelichtet, die Segel gesetzt, bei nachlassendem Wind oder im Hafen wieder eingeholt und sorgfältig festgemacht. Die Seile mussten straffgezogen und anschließend sicher festgebunden werden. Wenn die Vorsegel gefahren wurden, gehörte auch das Arbeiten am Klüverbaum dazu. Diese wiederkehrenden Handgriffe vermittelten mir ein Grundgefühl für die traditionelle Seemannschaft. Teilnehmer*innen mit Segelerfahrung durften auch den Klipper unter Aufsicht navigieren.
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Wer mehrere der Westfriesischen Inseln ohne Umweg über das Festland entdecken möchte, findet im Eilandhopper eine weitere Möglichkeit zum Inselhopping. Die Verbindungen werden mit traditionellen Segelschiffen angeboten und führen je nach Route direkt von Insel zu Insel. Allerdings erfordert diese Art des Reisens viel Flexibilität und eine sehr gute Planung: Denn der Fahrplan richtet sich nach Wind, Wetter und Gezeiten, sodass die Schiffe nicht täglich verkehren.
Schiermonnikoog
Schiermonnikoog - die Insel der grauen Mönche, ist die kleinste und nördlichste der Westfriesischen Inseln. Sie ist bis auf einige Ausnahmen ebenfalls autofrei und ihr Name geht auf die Zisterzienser zurück, die das Gebiet seit dem späten Mittelalter besaßen. Danach war sie mehrfach in Privatbesitz, bis sie nach dem Zweiten Weltkrieg an den niederländischen Staat fiel.
Außergewöhnlich ist, dass Schiermonnikoog zwei markante Leuchttürme besitzt. Sie wurden 1853 von König Willem III. in Auftrag gegeben. Da die Insel damals noch deutlich schmaler war, dienten die beiden Türme gemeinsam als Richtfeuer für die Schifffahrt auf der Nordsee. Der 36 Meter hohe rote Leuchtturm (Noordertoren) ist noch heute in Betrieb, während der weiter im Landesinnern stehende 31,5 Meter hohe weiße Leuchtturm (Zuidertoren) nur noch als Sendemast genutzt wird.
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Außerdem befindet sich im gleichnamigen Ort auch das Informationszentrum „Het Baken“, das Besucher*innen über die einzigartige Natur informiert, in der mehr als 300 Vogel- und über 500 Pflanzenarten heimisch sind. Beinahe die gesamte Insel ist ein Nationalpark, welcher 1989 gegründet wurde. Last but not least wandert Schiermonnikoog jedes Jahr über 20 Meter nach Osten. Wind, Strömungen und Sandtransport verändern die Form der Insel ständig.
Wandertipp: Einmal quer über die Insel
Das rund 16 Kilometer lange und zwei bis vier Kilometer breite Schiermonnikoog lässt sich wie die anderen Inseln auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken.
Da ich einen ganzen Tag zur Verfügung hatte und der Wind sich deutlich ins Zeug legte, war ich zu Fuß unterwegs und erkundete die Insel in meinem eigenen Tempo.
Der Weg führte mich zunächst entlang des Wattenmeers bis zur Fähranlegestelle. Damit diese unabhängig von den Gezeiten angelaufen werden kann, wird sie regelmäßig ausgebaggert, um den notwendigen Tiefgang zu gewährleisten.
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Von dort ging es weiter durch offene Graslandschaften, die von zahlreichen Wildpflanzen und stelleinweise von Heidelandschaften durchzogen waren. Was mich auf Schiermonnikoog besonders beeindruckte, war das scheinbare Nichts. Wie auf Vlieland gibt es auch hier nur einen einzigen Ort, der restliche Teil gehört der Natur. Während ich über die Wege wanderte, begleiteten mich der Wind, die Vogelstimmen und der Blick über die scheinbar endlose Landschaft.

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Diese ging in die gewohnte Dünenlandschaft über, bevor ich den weitläufigen Sandstrand erreichte. Hier lagen die Dünen deutlich weiter im Landesinneren. Daher zog ich meine Schuhe aus und lief die nächsten Kilometer barfuß am Wasser entlang.
Besonders faszinierend waren die unzähligen Muscheln am Strand. Fast jede einzelne hatte ihre eigene kleine Sanddüne, ein Naturphänomen, das ich so noch nie zuvor gesehen hatte. Der kräftige Wind ließ die Sandkörner um die Muscheln herum verwehen und schuf so kleine Kunstwerke der Natur.
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Einige der mehr als 100 verschiedenen Muschelarten
Die Landschaft veränderte sich erneut, als ich ins Landesinnere zurückkehrte. Statt durch offene Dünen führte der Weg nun durch Laubwälder und dichtes Buschland. Unterwegs begegnete ich einigen Pferden mit ihren Fohlen, bevor ich die höchste Düne der Insel erreichte. Dort steht der sogenannte Wassermann-Bunker, ein Relikt aus der Kriegszeit.
Auf dem Rückweg kam ich noch am kleinen Kloster vorbei und schlenderte durch den Ort, bevor ich wieder unser Segelschiff ansteuerte.
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An diesem Tag bin ich rund 20 Kilometer gewandert.
Diese Tour habe ich hier abgespeichert.
Anreise und Mobilität vor Ort
Lauwersoog ist der Ausgangspunkt, um nach Schiermonnikoog zu gelangen. Von dort verkehrt die Fährgesellschaft Wagenborg. Der Routenplaner 9292 zeigt die öffentlichen Verbindungen nach Lauwersoog an. Es gibt ein öffentliches Bussystem auf Schiermonnikoog.
Tourismusverband
Ameland
In den vier Dörfern Hollum, Ballum, Nes und Buren leben etwas mehr als 3.700 Einwohner*innen.
Aber auch rund 5.000 Schafe fühlen sich auf der 27 Kilometer langen und geologisch betrachtet jungen Insel pudelwohl.
Eine Besonderheit Amelands ist seine außergewöhnliche politische Vergangenheit. Die einflussreiche Familie Van Cammingha herrschte vom 15. bis ins 17. Jahrhundert über Ameland. Ihre rechtliche Eigenständigkeit verlor die Insel schließlich im Jahr 1801 mit der Eingliederung in Friesland.
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Die Ruhe auf Ameland wird im Sommer durch das MadNes Surf-, Skate- und Musikfestival für einige Tage unterbrochen. Danach kehrt wieder die typische Gelassenheit der Insel zurück.
Aber auch zahlreiche Traditionen leben auf Ameland weiter. Besonders bekannt ist das historische Pferderettungsboot, das bis 1937 mithilfe von Pferden durch die Brandung ins Meer gezogen wurde, um Schiffbrüchige zu retten. Diese einzigartige Vorführung kann auch heute noch an bestimmten Tagen erlebt werden.
Ein ursprünglicher Fleck von Ameland ist der Inselosten. Hier gibt es keine Dörfer, dafür aber die Naturschutzgebiete ’t Oerd und de Hôn – ein Paradies für Vogelliebhaber*innen. Unter anderem kann man hier Löffler, Säbelschnäbler, Austernfischer, Brandgänse, Eiderenten und Möwen beobachten.
Über die Insel verteilt liegen zudem zahlreiche Waldgebiete. Wie auf vielen Westfriesischen Inseln wurden auch sie größtenteils künstlich angelegt, um u.a. die Dünen zu befestigen und Sandverwehungen einzudämmen.
Mit dem Rad den Westen von Ameland entdecken
Mit einem gut ausgebauten Radwegenetz lässt sich Ameland hervorragend auf unterschiedlichsten Routen mit dem Fahrrad entdecken. Ich lieh mir ein Mountainbike aus und machte eine Runde über die landwirtschaftlich genutzten Flächen bis nach Hollum.
Das Dorf gehört zu den ältesten Orten Amelands und hat mich mit seinen historischen Häusern, den kleinen Gassen und der markanten Kirche sofort in seinen Bann gezogen. Beeindruckend fand ich in Hollum und auf den anderen Inseln die alten Hausinschriften, an denen sich die Jahreszahl der Errichtung ablesen lässt. Sie erzählen auf ganz einfache Weise von der langen Geschichte der Gebäude. Neben den historischen Häusern prägt auch eine Windmühle das Ortsbild von Hollum.
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Von Hollum führte mich mein Weg weiter durch Dünenlandschaften und einen Kiefernwald zum bekanntesten Wahrzeichen Amelands: dem rot-weiß gestreiften Leuchtturm Bornrif.
Mit seinen rund 55 Metern Höhe überragt der im Jahr 1880 erbaute Turm die gesamte Umgebung und ist schon aus großer Entfernung sichtbar. Besonders beeindruckend ist seine auffällige Streifenoptik, die ihn zu einem der markantesten Leuchttürme der Westfriesischen Inseln macht. Er ist für Besucher*innen zugänglich, und nach dem Aufstieg über die 236 Stufen wird man mit einem grandiosen Rundumblick belohnt.
Vom Leuchtturm aus radelte ich auf der anderen Inselseite entlang der Dünen weiter und machte Pausen an einem der vielen Nordseestrände.
Auch die Begegnung mit den Kühen, die mitten in den Dünen grasten und ganz selbstverständlich über die teilweise asphaltierten Radwege spazierten, blieb mir in Erinnerung.
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Schließlich führte mich mein Weg wieder zurück Richtung Nes. Nach den einsamen Dünen und den weiten Stränden wirkte der Hafenort mit seinen Cafés, Geschäften und den ankommenden und abfahrenden Fähren deutlich lebendiger.
An diesem Tag bin ich rund 28 Kilometer geradelt.
Diese Tour habe ich hier abgespeichert.
Anreise und Mobilität vor Ort
Holwerd ist der Ausgangspunkt, um nach Ameland zu gelangen. Von dort verkehrt die Fährgesellschaft Wagenborg. Der Routenplaner 9292 zeigt die öffentlichen Verbindungen nach Holwerd an. Auf der Website des Tourismusverbandes findet man alle Infos zum öffentlichen Busnetz auf der Insel.
Tourismusverband
Terschelling
Mit einer Fläche von rund 88 km² und etwa 30 Kilometern Länge ist sie nach Texel die zweitgrößte Insel im niederländischen Wattenmeer.
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Der Tourismus ist, wie auf den anderen Inseln auch, die wichtigste Einnahmequelle. Waren es in der Vergangenheit die Schifffahrt, die Fischerei und die Landwirtschaft, so änderte sich dies nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Insel punktet mit dem ältesten noch in Betrieb befindlichen Leuchtturm der Niederlande. Der 54 Meter hohe Brandaris wurde 1594 erbaut und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Rund um den Leuchtturm erstreckt sich die historische Altstadt von West-Terschelling mit ihren Gassen, Geschäften, Cafés und Restaurants.
Einen schönen Überblick über die Stadt und das Umland hat man von der Seinpaalduin und der Kaapsduin. Sie zählen zu den größten Dünen der Inseln und sind knapp über 30 Meter hoch.
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Bekannt ist Terschelling außerdem für das jährlich stattfindende zehntägige Oerol Festival, das jedes Jahr etwa 50.000 Besucher*innen auf die Insel lockt. Dabei werden Theater, Musik und Kunst an außergewöhnlichen Orten mitten in der Natur aufgeführt. Sei es in den Dünen, an den Stränden, in den Wäldern oder in den Dörfern der Insel.
Das Festival begann einst mit Straßentheater und Musik und hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer der größten Theaterveranstaltungen Europas entwickelt.
Der Name „Oerol“ bedeutet im Terschellinger Dialekt „überall“ und verweist darauf, dass das Festival die gesamte Insel zur Bühne macht. Es ist eine Anspielung auf einen alten Brauch, nach dem das Vieh frei auf der ganzen Insel weidete.
Radwandern auf Terschelling
Kaum war ich auf Terschelling angekommen, machte ich mich auch schon auf den Weg, um die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden. Am Hafen lieh ich mir wieder ein Mountainbike aus. Ein E-Bike ist trotz der geringen Höhenunterschiede vor allem bei Wind aber vermutlich die bessere Wahl, da das Radfahren sonst stellenweise zu einer echten Kraftprobe wird.
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Meine Route führte mich zunächst durch das Inselinnere, vorbei an den Dörfern Midsland und Formerum mit typisch friesischer Inselatmosphäre. In Formerum steht außerdem die historische Windmühle.
Die „Koffiemolen“ wurde zu einem Café umgestaltet und ist vor allem für ihren hausgerösteten Kaffee berühmt.
Nachdem ich das Inselinnere erkundet hatte, radelte ich weiter Richtung Deich und zum östlichsten Dorf der Insel, Oosterend. Hier steht ein außergewöhnliches Kunstwerk mitten im Wattenmeer: eine hölzerne Aussichtsplattform, die bei Flut teilweise vom Wasser umspült wird. Das Bauwerk gehört zum bereits erwähnten Oerol Festival.
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Von Oosterend führte mich mein Weg weiter durch die beeindruckende Dünenlandschaft bis in das Naturschutzgebiet Boschplaat im Osten der Insel, bekannt für seine Dünen, Salzwiesen und die vielfältige Vogelwelt mit Vogelbeobachtungsposten. Danach ging es weiter zum Nordseestrand, wo mein Fahrrad Pause machte und ich einen langen Strandspaziergang unternahm.

Es gibt für mich kaum etwas Schöneres als barfuß durch den Sand zu spazieren und die Wellen zu beobachten. Gleichzeitig zeigt die Nordsee aber auch ihre raue Seite: Der ständige Wind lässt die Temperaturen deutlich kühler wirken, weshalb ein Bad im Meer für mich trotz Sonnenschein nicht infrage kam.
Ich spazierte aber nicht ziellos über den Strand. Mein Ziel war ein kleines Holzhaus auf Stelzen, das früher als erste Zuflucht für schiffbrüchige Menschen diente. Heute erinnern zahlreiche Namen und Schriftzüge im Inneren des „Drenkelingenhuisje“ daran, wie viele Menschen diesen besonderen Ort besucht haben.
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Für den Rückweg wollte ich nicht dieselbe Strecke nehmen und entschied mich deshalb für eine Route durch die Dünen und das Naturschutzgebiet. Die lange, gerade Strecke durch die offene Landschaft zog sich zwar etwas, wurde aber durch die überraschende Begegnung mit einem Hirsch aufgelockert. Auf den anderen Inseln querten des öftern Fasane und Hasen meinen Wanderweg.
Für mich ging es wieder auf das Fahrrad, zunächst durch die Dünenlandschaft Richtung West-Terschelling, später durch das Waldgebiet der Insel, wo der Wind auch deutlich schwächer wurde.
Mein letzter Stopp des Tages war der Groene Strand (Grüne Strand). Dort hatten sich zahlreiche Kitesurfer versammelt und ich durfte nochmals die Magie der Flut hautnah miterleben, wie sich das Wasser langsam, aber stetig den Strand zurückeroberte.
An diesem Tag bin ich knapp 40 Kilometer geradelt.
Diese Tour habe ich hier abgespeichert.
Anreise und Mobilität vor Ort
Harlingen ist der Ausgangspunkt, um nach Terschelling zu gelangen. Der Routenplaner 9292 zeigt die öffentlichen Verbindungen an. Von dem idyllischen Hafenstädtchen, das auf eine rund 800-jährige Seefahrtsgeschichte zurückblickt, kann man viele der rund 500 denkmalgeschützten Gebäude bewundern, bevor man in die Fähre der Reederei Doeksen nach Terschelling nimmt. Auf der Website des Tourismusverbandes findet man alle Infos zum öffentlichen Busnetz auf der Insel.
Tourismusverband
Regional genießen
Texel, Vlieland, Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog sind nicht nur für ihre Dünenlandschaften und langen Sandstrände bekannt, sondern auch für ihre bodenständige, regionale Küche, die von der Nordsee und der traditionellen Landwirtschaft geprägt ist.
Frischer Fisch und Meeresfrüchte spielen auf allen Inseln eine wichtige Rolle. Dazu kommen Lammfleisch von Schafen, die auf den salzhaltigen Wiesen grasen, und regionale Käsespezialitäten.
In Vlieland wird der Bio-Bunkerkäse beispielsweise im ehemaligen Trinkwasserbunker gereift. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die angenehm kühle Temperatur hat der Bunker ein einzigartiges Mikroklima, in dem sich die Aromen langsam entwickeln können.
Der Vlielander Käsebunker befindet sich auf der Vuurboetsduin, nahe dem Leuchtturm. Es werden Führungen angeboten.
Auf Terschelling wachsen im Sommer zahlreiche Preiselbeeren (Cranberries), die im 19. Jahrhundert wahrscheinlich während eines Sturms durch ein Schiffsunglück auf die Insel kamen. Heute werden daraus Marmeladen, Liköre, Säfte und Desserts hergestellt.
Ameland ist für seine Senftradition bekannt. Der dort hergestellte Senf ist ein beliebtes Mitbringsel.
In der Korn und Senfmühle De Verwachting wird dieser traditionsreiche Inselsenf hergestellt. Die Grundlage bildet Senfsaat, die auf Ameland angebaut, in der Kornmühle gemahlen und anschließend in einem aufwendigen Verfahren zu einem natürlichen Senf verarbeitet wird. Durch die Zugabe von Zutaten wie Sanddorn, Honig, Knoblauch und anderen Produkten entsteht ein einzigartiger Senf mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.

Anreise nach Amsterdam und Mobilität vor Ort
Ab Wien gibt es täglich eine Nachtzugverbindung nach Amsterdam. Alternativ gibt es Direktverbindungen von deutschen Städten wie Köln, Frankfurt am Main oder Düsseldorf in die niederländische Hauptstadt. Texel ist von den Westfriesischen Inseln am einfachsten zu erreichen, da es regelmäßige Direktverbindungen von Amsterdam nach Den Helder gibt (Fahrzeit: ca. 1 Stunde und 20 Minuten). Die anderen Küstenorte, die Fährverbindungen zu den Inseln anbieten, sind alle mit mindestens einem Umstieg erreichbar. Der Routenplaner 9292 zeigt die öffentlichen Verkehrsverbindungen am Festland und den Inseln an.