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Bretagne

Das Land der Crêpes, Galettes und der Meeresfrüchte ist der westlichste Zipfel von Frankreich, etwas größer als die Steiermark und Kärnten zusammen, und auf drei Seiten vom Meer umgeben.

 

Herrliche Küstenabschnitte, wo sich feiner Sand mit grobem Kies und zerklüfteten Klippen abwechselt, bestimmen das Bild genauso wie historische Kleinstädte, prunkvolle Burgen, Schlösser und Herrenhäuser.

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Vor der Küste liegen kleinere und größere Inseln, eine schöner als die andere. Im Landesinneren boten die Höhenzüge schon Caesars Legionen Schutz. Geschichtlich noch weiter zurück reichen die oft meterhoch aufragenden Megalithen, um die sich Mythen, Geschichten und Legenden ranken.          

 

Die Einheimischen nennen ihre Bretagne kurz Breizh, und die bretonische Sprache (Brezhoneg) wird vorwiegend von älteren Menschen im westlichen Teil der Bretagne gesprochen. Diese keltische Sprache wurde von britischen Einwanderern, die vor den Angeln und Sachsen flohen, um 500 nach Christus verbreitet.

Damit die Sprache nicht endgültig verloren geht, wurden in den 70er Jahren Diwan Schulen gegründet, wo Bretonisch Unterrichtssprache ist. Aktuell gibt es in fünf bretonischen Départements ein Netzwerk von 47 Schulen, 6 Colleges und 2 Gymnasien.

Cotes d´Armor

Côtes d'Armor - Der steinreiche Norden

Urgewaltige Klippen, mächtige Felsen in allen Formen und Farben, Sandstrände, Jakobsmuscheln, Austern und die malerischen Dörfer machen diesen Landstrich „Ar mor“ (bretonisch für am Meer) für 3,5 Millionen Tourist*innen pro Jahr unwiderstehlich.

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Die Hauptstadt dieses Départements ist die über 45.000 Einwohner große Stadt Saint-Brieuc. Sie liegt einige Kilometer vom Meer entfernt und besticht durch einen mittelalterlichen Stadtkern und moderne Street-Art Malerei.

Das älteste Haus, das Ribeault Haus, wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und ist ein gelungener Kontrast zu den Street-Art Festivals, die seit einigen Jahren die Stadt in eine Open-Air Galerie verwandeln. Ein lokaler Markt findet Mittwoch- und Samstagmorgen statt.

Erreichbar ist die Stadt direkt von Paris aus. 

Wandern entlang der Rosa Granitküste

Entlang der Küste, am Zöllnerpfad, ging es für mich und eine Freundin 8 Tage lang von Paimpol nach Ploumanac´h. Zuzüglich zur reizenden Landschaft gab es jeden Tag viele Wow-Erlebnisse.

 

So erkannten wir beispielsweise bei unserem Besuch auf der blumenreichen Île de Bréhat bei der Rückfahrt die Fährenanlegestelle nicht wieder. Aufgrund der Ebbe mussten wir ca. 600 Meter weiter hinaus auf einem Steg gehen, der bei Flut im Wasser verschwindet.

Rosa Granitküste
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Im Hafen von Paimpol wird der Tidenhub durch eine 12 Meter hohe Schleuse ausgeglichen, damit die Schiffe bei Ebbe nicht auf dem Trockenen sitzen.

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Das Spiel zwischen Ebbe und Flut begleitete uns auch die nächsten Tage. So machten wir dank des sommerlichen Wetters im September „Barfuß-Wattwanderungen“ über das trockene oder knöcheltiefe Meer inkl. Fußmassage.

Den nassen Sand zwischen den Zehen zu spüren, empfinde ich als sehr angenehm, aber auch die vielen feinen Steinchen oder Granitplatten unter den Füßen.

Ist es schlammig geworden, habe ich meine sportlichen Sandalen, mit denen ich die ganze Zeit gewandert bin, dem Barfußgehen vorgezogen.

Jakobsmuscheln und Co., Schnecken, Austern, sowie die eine oder andere Krabbe sahen wir am Meeresgrund. Beim Wandern waren die vorgelagerten Inseln stets eine wunderschöne Kulisse, und für den kleinen Hunger zwischendurch gab es Brombeeren in Hülle und Fülle.

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In den Gärten der bretonischen Häuser mit einem Schornstein rechts und links sahen wir mediterrane Sträucher und Palmen. Hortensien blühten in allen Farben um die Wette und in der gepflegten Kulturlandschaft sah ich meine ersten Artischockenfelder.

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Der Stadtkern von Tréguir mit seinen gepflasterten Straßen, den Fachwerkhäusern sowie den Steinhäusern war ebenfalls ein Highlight auf unserer Wanderreise.

 

Der gallische Mönch Tugdal gründete bereits im 6. Jahrhundert hier ein Kloster.

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Paimpol ist etwas touristischer, hat aber ebenfalls einen netten Altstadtkern.

 

In Perros Guirec veränderte sich das Stadtbild. Große Steinvillen aus den letzten Jahrhunderten prägen den mondänen Badeort.

Ploumanac´h hingegen war für mich wie ein Touristendorf ohne Charme und historisches Stadtzentrum.

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Die Natur schuf zwischen den beiden touristisch geprägten Orten eine märchenhafte Küstenlandschaft.

Granitsteine in allen Größen und Formen regen die Fantasie an, und man rätselt,

ob man eine Schildkröte, eine Auster oder eine Welle in den rötlich schimmernden Steinen erkennt.

Bei einem Bootsausflug zu den Sept Îles, wo Delfine, Robben und das Gekreische der Vögel einen bleibenden Eindruck bei uns hinterließen, sahen wir die Küstenlandschaft auch aus der Meeresperspektive.

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Strände aller Art haben auf unserem Weg zum Baden eingeladen. Wegen des ungewöhnlich heißen Wetters bin ich fast jeden Tag im Atlantik geschwommen.

 

Empfehlenswert ist eine Wanderung entlang der Granitküste im Frühling oder Herbst. Im Sommer ist für meinen Geschmack zu viel Trubel. Will man diese einzigartige Felslandschaft beinahe für sich allein haben, steht man am besten vor Sonnenaufgang, der in der Bretagne im September erst gegen 7:30 ist, auf. Die Belohnung ist eine einzigartige Mischung aus Morgenrot, Meeresrauschen, blühenden Heidekräutern und den fantasieanregenden Felsformationen in allen Größen und Formen.

 

Kulinarisch verwöhnt wurden wir auf unserer Reise mit Galettes und Crêpes, aber auch Fische, Gemüse und Meeresfrüchte standen auf unserem Speiseplan. Austern findet man an jeder Ecke, genauso wie Muscheln, Langusten, Garnelen, Seespinnen und Schnecken. Beim Frühstück freute ich mich über die gesalzene Butter. 

 

Positiv aufgefallen ist uns, dass kaum Müll bei Ebbe an Land geschwemmt wurde, die Strände, die Wege und die Städte waren so wie im Rest der Bretagne sehr sauber. Der Zöllnerpfad ist durchgängig sehr gut markiert, verlaufen haben wir uns nie.

Inseln im Norden der Côtes d'Armor

An der Nordküste gibt es wunderschöne Archipele zu entdecken. Nachfolgend zwei Inselperlen.

1. Île de Bréhat

Auf der autofreien, rund 3 km² großen Blumeninsel ist das ideale Fortbewegungsmittel ein Fahrrad oder die eigenen Füße (es gibt fünf Wanderwege). Subtropische Gewächse wie Palmen, Agaven, Feigen aber auch Hortensien, Mimosen, Oleander wachsen in diesem durch den Golfstrom hervorgerufenen Mikroklima.

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Vom Wasser aus entdeckt man die beiden mit einer Brücke verbundenen Hauptinseln und ihre Eilande vorzugsweise per Kajak oder mit einem Segelschiff. 

 

Die bereits 1907 unter Naturschutz gestellte Insel ist kein Geheimtipp. Rund 400.000 Besucher*innen (Quelle: Guingamp-Paimpol Tourism) pro Jahr haben die vegetationsreiche Südinsel und die etwas kahlere Nordinsel besucht. Deshalb gilt jetzt vom 14. Juli bis zum 25. August eine Obergrenze von 4.700 Tourist*innen pro Tag. Die zu erwartenden Besucherprognosen finden Sie hier.

 

In der alten Zitadelle laden die Verreries de Bréhat ein, die Magie der Glasbläser und ihre einzigartigen Kreationen zu entdecken.

 

 

2. Sept Îles

Vor der rosa Granitküste, genauer gesagt zwischen Perros-Guirec und Trégastel, ragen mehrere karge Inseln und Felsen, die Sept Îles, aus dem Wasser.

Im größten Vogelschutzgebiet der französischen Küste finden sich zigtausende Seevögel wie Papageientaucher, Trottellummen, Kormorane, Basstölpel, Tordalken aber auch Kegelrobben.

 

Die Insel der Mönche (Île aux Moines) ist die einzige Insel mit öffentlicher Anlegestelle und einem 20 Meter hohen Leuchtturm. Auf den anderen Inseln haben die Vögel das Sagen und für Menschen besteht ein Betretungsverbot.  

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Idyllische Orte

Idyllische Orte an der Côtes d'Armor

Eine Aufzählung aller idyllischen Orte würde den Rahmen sprengen, deshalb stelle ich nur drei vor.

1. Dinan

Ein Spaziergang in der Altstadt von Dinan ist wie eine Zeitreise ins Mittelalter. Hoch über der Rance, einem Fluss mit 104 Kilometer Länge, drängen sich Fachwerkhäuser nebeneinander.

 

Im Schatten wuchtiger Kirchen finden sich kleine Plätze, und Menschen schlendern durch kopfsteingepflasterte Gassen. Umgeben ist Dinan von einer knapp 3 Kilometer langen Stadtmauer mit mehreren Toren und über 10 Wehrtürmen.

 

Einen Überblick über die Stadt hat man vom 43 Meter hohen Uhrenturm. Das Chateaux de Dinan ist ebenfalls einen Besuch wert.

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Copyright: Pixabay, andic

Alle zwei Jahre findet an einem Juli-Wochenende ein Mittelalterfest, die Fête des Remparts, mit Ritterturnieren, Paraden und einem Mittelaltermarkt statt.  Rund 110.000 Besucher*innen strömten im Juli 2023 nach Dinan, um sich dieses Spektakel anzusehen. Am Fest wirken jedes Jahr ca. 700 freiwillige Helfer und Helferinnen, 140 Handwerker*innen und 50 Unternehmen mit.

 

Ebenfalls spürbar ist das Mittelalter bei einem Besuch des Château de la Hunaudaye westlich von Dinan. Im Sommer werden in der Ruine Open-Air Kinos veranstaltet, es gibt Workshops für Kinder und die eine oder andere Nachtführung. Ein Wassergraben, eine Zugbrücke, fünf Wehrtürme und der Innenhof mit verschiedenen Wohnbereichen sind zu besichtigen.

 

Markttag in Dinan ist Donnerstagvormittag und in der La Halle de Dinan Dienstag bis Samstag.

Der Bahnhof ist mit dem Regionalzug (TER) erreichbar.

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2. Pontrieux

Die Lebensader dieses Dorfes ist der Fluss Trieux. Am Ufer befinden sich unzählige renovierte Waschhäuser, die im 19. Jahrhundert die Bedürfnisse der Stadtbewohner erfüllten.

Bei einer Bootsfahrt fühlen sich Reisende in das Venedig der Bretagne versetzt.

Copyright: Pixabay GGFLO29

Markttag in Pontrieux ist Montagmorgen. Der Bahnhof ist mit dem Regionalzug (TER) erreichbar.

 

Ein Stückchen flussabwärts liegt das Château de la Roche Jagu mit seinem 74 Hektar großen Park. Temporäre Ausstellungen, Workshops und viele Kulturveranstaltungen finden jährlich im Schloss statt.

 

In der Côtes d'Armor gibt es über 10 Schlösser zu entdecken. Das Tourismusamt stellt die schönsten Schlösser hier kurz vor. 

 

 

3. Lannion und der Fluss Léguer

Die Stadt steht abseits der großen Tourismusströme. Sie versprüht ihren Charme mit alten Häusern, zum Teil aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Der Fluss Léguer passiert mit Lannion die einzige größere Stadt, bevor er in den Ärmelkanal mündet.

 

Sportler*innen schätzen die Wander-, Reit- und Radwege, die entlang des Léguers führen. Der als Natura-2000-Gebiet ausgewiesene Fluss ist einer der wenigen naturbelassenen Flüsse in der Bretagne. Seit der Demontage des Staudamms von Kernansquillec können Lachse wieder ihre ursprünglichen Laichplätze aufsuchen.

Auch Fischotter, mehrere Fledermausarten und viele andere Tiere fühlen sich hier wohl.

 

Regional genießen

Egal ob morgens, abends oder den ganzen Tag: Eine Übersicht über lokale Märkte in der Region hat das Tourismusamt hier gebündelt. Auch einige Bio-Märkte sind darunter.

 

Besuchen Sie während des Aufenthaltes auch lokale Produzent*innen. In der Côtes d'Armor finden sich verstreut Cidreries, die ausgezeichneten Apfelschaumwein produzieren, aber auch Brauereien und Brennereien.

 

Naschkatzen sind in den Biscuiteries gut aufgehoben und entlang der Küste finden sich Austern-, und Muschelfarmen, wie zum Beispiel die Ferme Maison Arin südlich von Paimpol.

Hier werden seit 1947 Austern gezüchtet. Der Betrieb wurde 2016 mit dem Label Agriculture Biologique, kurz AB, zertifiziert. Genießen kann man die Meerestiere direkt an der hauseigenen Beach-Bar an der Pointe de Kerarzic, besonders stimmig bei Sonnenuntergang.

 

Kaum zu glauben, aber auch Reis wächst in der Bretagne, wie beispielsweise am Bio-Hof von Alexandre Réis in der Nähe von Dinan.

 

Meine Unterkunftstipps

Re.Un.Mo.Cotedamor

1. Wohnen im Landesinneren

Eines von acht voll eingerichteten Ferienhäusern (Into the Prairie) können Sie bei Liz und ihrer Familie zwischen Guingamp und Saint-Brieuc mieten. Die gebürtige Irin und ihr französischer Mann Corentin renovierten nach und nach liebevoll die Cottages, vorwiegend mit Naturmaterialien. Sie nutzten bereits vorhandene Baustoffe und benannten sie nach den Personen, die ursprünglich dort lebten.

Frühstück kann auf Wunsch direkt vor die Tür geliefert werden und im 3 Kilometer entfernten Hofrestaurant Char à Bancs wird man kulinarisch verwöhnt. Die Zutaten für die Speisen stammen größtenteils aus dem eigenen Garten, der eigenen Landwirtschaft bzw. aus der Region.

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Copyright: Liz Lamour

2. Urlaub auf einer eigenen Insel

Auf der 6 Hektar großen l'Île d'Aval zwischen Trégastel und Trébeurden befindet sich die Gîte de l'Ile d'Aval - Ile du Roi Arthur. Drei Strände, eine Wiese, Bäume, einen Menhir sowie Mythen über König Artus, sonst gibt es hier nichts. Ein perfekter Ort für eine größere Familie oder wenn Freunde zusammen reisen, da die Unterkunft Platz für 10 Personen bietet.

 

Mobilität vor Ort

Folgende TGV-Bahnhöfe sind direkt ab Paris erreichbar: Lamballe, Saint-Brieuc, Guingamp und Plouaret. Die Apps MobiBreizh und BreizhGo sind die idealen Routenplaner, die alle öffentlichen Verkehrsmittel auflisten.

 

Eine Auflistung, wo man Elektroräder an der Granitküste mieten kann, finden Sie hier. Die Fahrradverleihstationen der gesamten Region hier.

Ist man mit einem Elektroauto unterwegs, findet man hier die E-Ladestationen im Département.

 

Tourismusamt

https://www.cotesdarmor.com/

 

 

 

 

Finistère – Das Ende der Welt

„Finis Terrae“ – Ende des Landes wurde dieser Streifen von den Römern genannt, nachdem sie ganz Gallien bis auf das Dorf von Asterix und Obelix erobert hatten. Die Küste ist wie damals rau und wild und das Wetter unberechenbar. Kurz und bündig ein idealer Fleck, um die Naturgewalten mit allen Sinnen wahrzunehmen

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Überall im Département stößt man auf kleinere und größere historische Orte,

einer schöner als der andere.

 

Die größten Städte sind Brest und Quimper.

 

Brest blickt auf eine lange Seefahrtsgeschichte sowie auf eine militärische Vergangenheit zurück. Sie avancierte zu einem der wichtigsten Marinestützpunkte von Frankreich und wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerbombt. Die Festung der Stadt ist eines der wenigen historischen Gebäude, die nicht zerstört wurden.

Eine schöne Aussicht auf die Stadt hat man von der Seilbahn. Sie überquert den Fluss Penfeld und verbindet zwei Stadtviertel miteinander. Ein „Melting Pot“ der Stadt sind die Ateliers de Cupucins, einst ein Kloster, danach eine Hochburg des Schiffbaues. Hier treffen Skater*innen, Künstler*innen, Start-Ups und Familien aufeinander. Man schlendert durch die Concept-Stores, kann ein Gemälde malen, ein eigenes Bier brauen oder die höchste Kletterwand in der Westbretagne erklimmen.

Markttag ist Dienstagabend und Samstagmorgen. Erreichbar ist Brest mit dem Zug direkt von Paris aus.

 

Quimper hingegen zählt zu den ältesten Städten der Bretagne und ist die historische Hauptstadt der Cornouaille. Ja, auch in Frankreich gibt es ein „Cornwall“.

Die Kathedrale Saint-Corentin und die Museen locken mit einem Besuch. Der Fluss Odet und die umliegenden Straßen der Altstadt, wie die Rue Kéréon und die Rue du Guéodet laden mit prächtigen alten Fachwerkhäusern aus dem Mittelalter zum Flanieren ein.

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In der 3. und 4. Juliwoche findet jährlich das Festival de Cornouaille mit keltischer Musik, Tanz, Theater, Folklore und Kunsthandwerk statt. 

 

Die Märkte von Quimper sind hier aufgelistet. Kulinarische Erlebnisse finden sich in der Markthalle Les Halles und auf dem Marché Saint-François. Freitagnachmittag gibt es auch einen Bio-Markt.

Von Paris gibt es Direktzüge nach Quimper.

 

 

 

Die Naturparks im Finistère erkunden

Das Département Finistère hat zwei große regionale Naturparks. Daneben findet sich das Cap Sizun, eine spitze Landzunge mit der berühmten, aber überlaufenen Pointe du Raz. Etwas ruhiger ist es auf der nördlicheren Pointe du Van. Dazwischen lockt ein Strand zum Surfen. Beide Aussichtspunkte sind durch den Zöllnerpfad verbunden.

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1. Iroise-Meeresnaturpark

Der 2007 gegründete Meeresnaturpark Iroise erstreckt sich fast über die gesamte bretonische Westküste (ca. 3.500 km²). Er ist ein wichtiger Lebensraum für Robben und Delfine. 300 verschiedenen Algenarten und rund 120 unterschiedliche Fischarten finden sich hier.

 

 

Île d'Ouessant und Île Molène

Reist man nach Westen, sind die beiden Inseln das „Ende der Welt“ und der letzte Stopp vor Amerika. Bei rauen Klippen, kräftigen Stürmen im Winter und Nebel im Sommer spürt man die volle Kraft des Atlantischen Ozeans.  

 

Die 7 km lange Insel Ouessant erinnert an eine Krebsschere, ist von bizarren Felsen gesäumt und besticht durch majestätische Leuchttürme.

Der Älteste wurde 1695 erbaut und drei weitere stehen im Meer, mehrere Kilometer von der Küste entfernt. Mit dem schwarz-weiß gestreiften Phare du Créac'h findet sich auch einer der stärksten Leuchttürme der Welt (Tragweite 32 Seemeilen).

 

Idealerweise ist die Insel ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden.

Um sich auf die Gegend einzustimmen, ist der Spielfilm „Die Frau des Leuchtturmwärters“ zu empfehlen. Lesen Sie lieber, hat Bretagne Tourismus hier einige Büchertipps.

 

Unter den Inseln des Ouessant-Archipels ist die Insel Molène neben Ouessant die zweite bewohnte Insel. Bei einer Ausdehnung von rund 1 Kilometer verläuft man sich auf der autofreien und baumlosen Insel eher nicht. Eine kulinarische Spezialität ist die „Saucisse de Molène“, eine Wurstart, die über Algen geräuchert wird und dadurch ein besonderes Aroma erhält.

 

Der Ärmelkanal – eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt

Ein Unglück musste passieren, damit heute Containerschiffe und Tanker der bretonischen Küste nicht mehr zu nah kommen. 1978 kollidierte der amerikanische Öltanker Amoco Cadiz mit einem Felsen und zog eine verheerende Umweltkatastrophe mit sich. Über 220.00 Tonnen Rohöl gelangten damals ins Meer. Noch im selben Jahr wurden die Schifffahrtsvorschriften vor der Nordwestküste der Bretagne deutlich verschärft. Seitdem darf kein Tanker oder Frachter von mehr als 70 Metern Länge näher als 13 Kilometer an die Küste heran.

 

2. Naturpark Armorique

Der Parc d'Armorique du Finistère ist 125.000 Hektar groß und wurde 1969 gegründet. Er erstreckt sich von der Halbinsel Crozon bis weit ins Landesinnere. Der längste Fluss im Park ist die Aulne mit rund 144 Kilometern, welche in der Bucht von Brest in den Atlantik mündet.

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Mit den schroffen Felsen und sanften Hügeln der Monts d'Arrée vermischen sich Torfmoore, Heidekraut und Ginster. Die höchste Erhebung der Bretagne findet sich auch hier, es ist der rund 385 Meter hohe Roc’h Ruz.

Ein Ausblick von der einsamen Kapelle Saint-Michel-de-Brasparts am gleichnamigen Berg ist ebenfalls ein lohnendes Ausflugsziel.

Am besten lässt sich der Park zu Fuß (Wegenetz ca. 500 Kilometer) oder per Rad erkunden.

Für den Naturpark Armorique und im südlichen Finistère finden Sie auf einer interaktiven Fahrradkarte eine große Anzahl von Radvorschlägen von einfach bis schwierig. Weitere Infos findet man auf der Webseite Fédération française de cyclotourisme.

 

 

Halbinsel Crozon

Während in früheren Jahrhunderten die Wirtschaft von Crozon hauptsächlich auf Fischerei und Landwirtschaft basierte, profitiert sie heute von der Entwicklung des Tourismus. 

Die in drei Finger zergliederte Halbinsel ist eine landschaftlich abwechslungsreiche Gegend mit

grandiosen Steilküsten, schönen Sandstränden, Heidelandschaften, einem hügeligen Hinterland, sowie einer megalithischen Kultstätte.

Die größeren Orte sind Camaret-Sur-Mer, wo sich der historische Vauban Turm befindet, und Crozon-Morgat.

Neben dem Vauban Turm finden sich weitere ehemalige Verteidigungslager auf der Halbinsel.

 

Eine interaktive Karte zeigt die „Must-Sees“ auf der Halbinsel.

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Im Naturpark regional genießen

Die Website des Nationalparks hat die Märkte der Region für Sie hier gebündelt. Zu lokalen Produzent*innen geht´s hier entlang und zu einigen Bauernhöfen hier.

 

 

 

Malerische Dörfer

Das Sprichwort „Morgenstund hat Gold im Mund“ gilt für viele Orte und Hotspots in der Bretagne. Besonders schön sind kleine Details, Steinhäuser aus Granit, Fachwerkhäuser und verwinkelte Gassen, wenn man ohne große Menschenmengen unterwegs ist.

Malerische Dörfer
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1. Locronan

Blumengeschmückte Steinhäuser zieren den autofreien Kern des Ortes, welcher von einem irischen Bischof gegründet wurde. Der Hauptplatz und seine umliegenden Straßen sind von Granithäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert gesäumt. Das 800-Seelen-Dorf zählt zu den „Les Plus Beaux Villages de France“, den schönsten Dörfern in Frankreich und diente als Kulisse für rund 30 Filme.

 

Einen schönen Ausblick auf die Bucht von Douarnenez und die Halbinsel Crozon hat man vom 289 Meter hohen Menez Locronan, der unweit des Dorfes liegt.

 

Dienstagmorgen und Donnerstagabend sind die Markttage, wobei der Abendmarkt um einiges größer ist. Von Quimper gibt es Direktbusse nach Locronan.

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2. Concarneau, Pont-Aven sowie die Strohdachhäuser von Kerascoët und Kercanic

Die drei Orte befinden sich alle im Umkreis von 25 Kilometer südöstlich von Quimper.

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Die Festung La Ville Close ist das historische Zentrum von Concarneau, ihr Glockenturm das Wahrzeichen. Bis zu drei Meter dicke Granitmauern und neun Türme umrahmen die gesamte Insel, auf der sich die Festung befindet. Innerhalb ihrer Mauern stehen die ältesten Wohnhäuser von Concarneau. Erreichbar ist die Festung über eine Zugbrücke. 

Der wirtschaftliche Aufschwung ging mit den Konservendosen-Fabriken einher, die älteste wurde 1893 gegründet. Die Fischerei ist heute neben dem Tourismus eines der wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine der Stadt. Der Fischereihafen liegt nördlich der Altstadt-Insel.

Das kleinere Pont-Aven, wo Paul Gauguin seine berühmtesten Werke schuf, wirkt mit seinen Gassen, den Steinhäuschen aus Granit und dem gleichnamigen Fluss mit den Mühlen und Brücken sehr romantisch.

Eine Vielzahl von Kunstgalerien halten den künstlerischen Geist aufrecht. Bei einem Spaziergang im „Liebeswald“ entlang des Flusses wandelt man ebenfalls auf Gauguins Spuren.

Einen Besuch der Biscuiteries in Pont-Aven sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Zwischen den beiden Städten liegen die Strohdachhäuser aus Granit von Kerascoët und Kercanic, die ebenfalls locken, sowie der nahegelegene Sandstrand „Plage de la Tahiti“.

 

Das Tourismusamt hat einen Vorschlag für einen Spaziergang und eine Fahrradtour online gestellt.

Die Märkte in den einzelnen Städten der Region sind hier zusammengefasst. Erreichbar sind diese per Bus von Quimper aus.

 

 

3. Pont-Croix

Auf dem Weg zur Pointe du Van und Pointe du Raz liegt das mittelalterliche Dorf Pont-Croix. Die im 13. Jahrhundert erbaute Kirche diente u.a. der Kathedrale von Quimper als Vorbild. Außerdem finden sich in den kopfsteingepflasterten Gassen Museen, das eine oder andere Café und Antiquitätengeschäft.

 

Wochenmarkt ist donnerstags.

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Beispiel Overtourism - Der Glénan Archipel

Kleine Inseln, türkisblaues Wasser, weiße Sandstrände: Man könnte meinen, man ist in der Karibik, solange man die Hand nicht in das Meerwasser steckt und die Menschenmassen ignoriert.  

Der Archipel befindet sich rund 15 Kilometer vor der Küste und von April bis September fahren große Boote von mehreren Küstenstädten zu den unter Naturschutz stehenden Inseln.

 

Die Boote legen an der Hauptinsel Île St-Nicolas an, wo sich ein paar Häuser und eine Windkraftanlage finden. Hotels oder Campingplätze sucht man auf den Inseln vergeblich, aber dafür gibt es eine Tauchbasis. Unter Wasser finden sich Steilwände, Felsmassive, das eine oder andere Wrack - und vielleicht begegnet man einem Riesenhai.

 

Regional genießen

Lt. dem Tourismusamt gibt es rund 1.000 Bio-Bauernhöfe im Département, und die größten Algenfelder von Europa finden sich vor den Küsten.

Die Märkte im Finistère finden Sie hier, und die in der Region Cornouaille übersichtlich nach Wochentagen hier.

 

Etwa dreißig Brauereien mit teils ausgefallenen Aromen finden sich in der Region. Klicken Sie hier, um zur Auflistung zu gelangen.  

 

Mehr als 30 Konservenfabriken finden sich im westlichen Zipfel der Bretagne. Die älteste noch im Betrieb befindliche Konservenfabrik der Welt ist die Conserverie Chancerelle in Douarnenez. Hier geht´s zu den einzelnen Unternehmen, die teilweise „biozertifiziert“ sind.

 

Welche Fische kann man noch aus dem Meer essen? Der WWF hat 2023 einen eigenen Fischratgeber mit Ampelsystem veröffentlicht.

 

Meine Unterkunftstipps

Glenan,Re,Un,Mo,Finistere

1. Gästehaus Au 46 und das Landhaus von Kerscuntec

Zwischen Quimper und dem Meer erwarten Sie die drei charmanten Gästezimmer mit einer Raumhöhe von knapp 6 Metern von Carole und Pierre.

Der ehemalige Ballsaal aus dem letzten Jahrhundert wurde mit viel Liebe zum Detail umgebaut und renoviert.

Das Au 46 ist Mitglied der Veggie Hotels und mit dem EU-Ecolabel zertifiziert. Egal ob Frühstück, Brunch, Mittagessen oder Abendessen, die Zutaten sind Bio, und wenn möglich aus dem eigenen Garten und Gewächshaus.

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Copyright: Au46Bretagne

Nur einen Katzensprung vom Au 46 entfernt nächtigt man in einer alten, stilvoll renovierten ehemaligen Destillerie aus dem 17. Jhdt. und entspannt sich zwischen Hortensien und unter Obstbäumen.

Die fünf Zimmer in La Ferme de Kerscuntec sind nach Inseln benannt und das Frühstück besteht aus lokalen Produkten.

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2. Nächtigung im Herrenhaus Dalmore

Das Manoir Dalmore ist ein charmantes aus Stein und Granit erbautes Herrenhaus mit 10 Zimmern und Meerblick. Es wurde 1926 erbaut und ist mit dem EU-Ecolabel zertifiziert.

Das Frühstücksbuffet besteht vorwiegend aus lokalen Produkten in Bioqualität. Beim Abendessen wird ebenfalls großen Wert auf Regionalität und Bio gelegt.

Copyright: Manoir Dalmore

3. Übernachten im Slow Camp

Das Slow Camp Embruns d'herbe wurde von dem Architektenpärchen Franck und Karine am Cap Sizun ins Leben gerufen. Gelegen zwischen Meer und Moor gibt es einen Permakulturgarten, einen Naturteich und viel Ruhe.

Die fünf Unterkunftstypen verstehen sich als Labor um bioklimatische Baustoffe kennenzulernen. Als Baumaterialien wurden nur natürliche Materialien wie Holz, Stroh, Hanf, Leinen, Schafwolle

 

Zum Mieten bereit stehen Surfbretter und Fahrräder bereit, aber auch Workshops rund um das Thema ökologisches Bauen und Permakultur, Yoga, Pilates und Massagen werden angeboten.

 

 

 

Mobilität vor Ort

TGV-Bahnhöfe im Finistère sind beispielsweise Morlaix im Norden, Brest im Westen und Quimper im Süden. Die Apps MobiBreizh und BreizhGo sind die idealen Routenplaner, die alle öffentlichen Verkehrsmittel auflisten.

 

Durch die Region verlaufen mehrere Fernradfahrradwege und man findet mehr als 3.000 Kilometer markierte Mountainbike-Routen.

Im Sommer kann man das Fahrrad kostenlos an Bord einiger Buslinien des BreizhGo-Netzes im Finistère mitnehmen.

 

Tourismusamt

www.toutcommenceenfinistere.com

 

 

 

 

 

Morbihan – Der milde Süden

Das Wetter in der Bretagne ist bekanntlich ein raues. An einem Tag kann man alle vier Jahreszeiten erleben und es gibt einen sehr schnellen Wetterwechsel. Der Süden ist dabei etwas regenärmer sowie milder und versprüht mediterranes Flair.

Morbihan
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Am kleinen Meer – „Mor bihan“ gibt es viel zu entdecken. Seien es Schlösser und Burgen wie beispielsweise das Schloss Suscinio auf der Halbinsel Rhuys oder die acht Kilometer lange und drei Kilometer breite Île de Groix, wenige Seemeilen vor der Hafenstadt Lorient.

Früher stachen von Lorient die Segelschiffe Richtung Indien in See, um Gewürze und Luxusartikel zu importieren. Anfang August wird die Vergangenheit wieder lebendig, wenn am Festival Interceltique von überall her keltische Musik zu hören ist.

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde ein U-Boot Bunker, der Platz für rund 30 U-Boote bot, angelegt. Dessen Stabilität reichte aus, um die alliierten Bombenangriffe zu überstehen, die fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche legten. Taucher*innen entdecken vor der Küste unzählige Schiffswracks, die hier ein tragisches Ende genommen haben.

 

Die Region wurde schon sehr früh besiedelt. In der ganzen Bretagne sind überall Menhire und Dolmen zu finden. Die Steinreihen von Carnac mit rund 2.800 Menhiren im gleichnamigen Badeort sind die Größten. Genauso mystisch geht es auch im Zauberwald von Brocéliande zu, wo die Legende von König Artus die Fantasie anregt. 

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Golf von Morbihan

Im Golf von Morbihan finden sich mehr als 40 Inseln. Im Süden trennt die Halbinsel Rhuys das 12.000 Hektar große Binnenmeer vom Atlantik.

Im Norden befindet sich die Großstadt Vannes, welche im Mittelalter zu den wichtigsten Städten zählte. Heute glänzt sie mit einer gut erhaltenen Stadtmauer, rund 170 Fachwerkhäusern, Kirchen, Parkanlagen und einem Hafen.

Das am meisten besuchte Pärchen der Innenstadt ist „Vannes et sa femme“. Die Granitskulptur ziert seit dem 16. Jahrhundert ein Fachwerkhaus.

Golf von Morbihan
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Es gibt in Vannes zwei Markthallen, einen Fischmarkt und einen Markt zwischen den Fachwerkhäusern. Hier finden Sie weitere Infos.

 

Mit dem E-Bike Verleihsystem von Véloceo kann man die Stadt und ihre nähere Umgebung umweltfreundlich kennenlernen. Die Ausleihstationen finden sich verstreut in der ganzen Stadt.

Vannes ist per Zug direkt von Paris erreichbar.

 

Kleine steinige Buchten, feinsandige Strände, eine Heckenlandschaft im Hinterland, Sümpfe, die ein Vogelparadies sind, und die Mündung des Flusses Auray, so präsentiert sich der Regionale Naturpark Golfe du Morbihan

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Viele Inseln im Golf von Morbihan befinden sich im Privatbesitz. Die beiden größeren Inseln Île-aux-Moines und die Île d’Arz sind öffentlich zugänglich und idealerweise per Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden.

 

Das Kajak ist das ideale Gefährt, um in die Insellandschaft einzutauchen. Auf diese Weise kann man beispielsweise auf der Île Ilur anlegen. Man entgeht einem großen Menschenandrang, da keine Fähren auf der Insel anlegen. Die Insel wurde 2008 vom „Conservatoire du Littoral“ gekauft, wird heute vom Naturpark verwaltet, und es steht jedem frei dort anzulegen.

 

Einer der höchsten Punkte im Golf von Morbihan ist die vor fast 6.000 Jahren errichtete Grabstätte auf der Île de Gavrinis. Die aufeinandergeschichteten Steine erreichen eine Höhe von 8 Metern und haben einen Durchmesser von über 50 Metern. Auf dem 14 Meter langen Gang zur Grabkammer sind in den Stein gehauene Kreise, Spiralen, Äxte, Bögen und Schlangen zu bewundern. In der Grabkammer selbst sind Personen und Tiere abgebildet. Weitere megalithische Kultstätten sind hier aufgelistet. 

 

Eine große Vielfalt an Wandervorschlägen für die Region finden Sie hier, die Strände zum anschließenden Faulenzen hier. Das Wasser ist im Durchschnitt im Binnenmeer um 2 Grad wärmer als an der Küste.

Die Marke "Valeurs Parc naturel régional" zeichnet geführte Ausflüge, lokale Produkte und Unterkünfte in der Region aus. 

 

Zu den Wochenmärkten der Region geht´s hier entlang.

Sternenwanderungen in Belle-Île-en-Mer

Die größte bretonische Insel macht ihrem Namen alle Ehre. Die „Schöne Insel“ ist ein einzigartiges Mosaik aus kleinen Dörfern, wilden Küsten und karibisch anmutenden Stränden. Kleine Hotels, gute Restaurants, lokale Märkte sorgen für ein Wohlfühlambiente, und das gut ausgebaute Bussystem bringt einen in viele Ecken der 87 km² großen Insel.

Quiberon, Belle Ile
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Vier größere Orte prägen Belle-Île: Die bunten Hafenstädte Le Palais und Sauzon an der Ostküste sowie Locmaria im Süden und Bangor im Westen.

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Eine knappe Woche habe ich im August mit meinen beiden Mädels die Insel bei Traumwetter in einer Bus- und Fußkombination erkundet und mich Hals über Kopf in sie verliebt.

An drei Tagen sind wir fast die gesamte Westküste auf dem Weitwanderweg GR® 340 (Tour de Belle-Île) entlang marschiert und haben dabei unvergesslich schöne Momente erlebt.

 

Ein Spiel aus Felsen, Wellen, hohen Klippen, Mini-Eilanden sowie kleine und größere Buchten

mit Sand- und Kiesstränden begleiteten uns den ganzen Tag.

 

Die Heidelandschaft hat sich mit einer Farn-, und Graslandschaft sowie sonstigem Gebüsch, wie Brombeersträucher, abgewechselt. Mal war der Weg fordernd und teilweise auch sehr steil (Trittsicherheit!), dann wieder „brettleben“ zum Durchschnaufen und Genießen.

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Ganz im Norden, an der Pointe de Poulains, dominiert ein Leuchtturm das Landschaftsbild sowie eine

kleine stillgelegte Militärfestung, die von der französischen Schauspielerin Sarah Bernhardt im 19. Jahrhundert erworben wurde.

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Auf unseren Busfahrten sahen wir im Landesinneren kleinere Siedlungen mit den typisch weißen Häusern und den charakteristischen Schornsteinen rechts und links.

 

An der westlichen Meeresküste liegen nur zwei Hotels, eine Wetterstation, das eine oder andere Haus und hier und da bauliche Überreste der Vergangenheit. Sonst nur Natur pur!

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Da es an den Küstenwegen keine Infrastruktur gibt, war unser Ausgangspunkt zu den Ausflügen die Hauptstadt Le Palais. Nach einem ausgezeichneten Frühstück und dem morgendlichen Einkauf am Markt sind wir zur Bushaltestelle spaziert und wurden täglich mit dem Bus zu unserem Ausgangspunkt gebracht und 12 bis 17 Kilometer später an einer anderen Stelle wieder abgeholt.

Wir waren meist den ganzen Tag an der Küste, da Strände mit klingenden Namen wie Plage de Donnant, Plage d`Herlin oder Plage de Kérel viel zu schön waren, um daran vorbeizugehen. Aber auch viele kleine Buchten boten sich an, in den knapp 20 Grad warmen Atlantik zu hüpfen.

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Es ist möglich, die gesamte Insel in fünf Tagesetappen zu Fuß zu umrunden. Zu den einzelnen Etappen der „Tour de Belle-Île“ geht es hier entlang.

 

Der Weitwanderweg ist 85 Kilometer lang und man überwindet dabei einen Höhenunterschied von 2.500 Metern.

Die Ostküste von Belle-Île ist dichter besiedelt und vegetationsreicher. Auch hier laden idyllische Buchten mit türkisblauem Wasser zum Relaxen ein.

An einem Tag sind wir von der Nordspitze entlang der Küste nach Sauzon gewandert, an einem anderen Tag haben wir uns auf dem längsten Strand der Insel entspannt. Les Grands Sables ist knapp 2 Kilometer lang und eine Mischung aus Sand und Kies.

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Pittoreske Dörfer

Neben Belle-Île-en-Mer gibt es auch noch die zwei autofreien Inseln Île-d'Houat und Île d’Hoëdic zu entdecken.

Anreise

Ab Quiberon gibt es regelmäßig Fährverbindungen auf die Insel (Dauer: ca. 45 Minuten). Eine Variante ist ein Segelshuttle (Dauer: ca. 1 ½ Stunden).

Quiberon selbst ist mit dem Zug „Le Tire-Bouchon“ ab Auray erreichbar.

In der Hochsaison besteht die Möglichkeit, mit einer Fähre von Vannes, Port Navalo oder Le Croisic bzw. La Turballe auf die Insel zu reisen.

Tourismusamt

www.belle-ile.com

 

Pittoreske Dörfer

Auch im südlichen Teil der Bretagne finden sich historische Orte wie Sand am Meer.

1. Auray

Die mittelalterliche Stadt am gleichnamigen Fluss ist ein wahres Kleinod. Auch hier prägen gepflasterte Straßen, Fachwerkhäuser und Parks das Bild. Boutiquen, gemütliche Cafés, Kunstgalerien und die Markthalle laden zum Verweilen ein.

Von der ursprünglichen Burg ist zwar nichts mehr übrig, aber die  „Oberstadt“ blickt zu dem im 13. Jahrhundert erbauten Hafen von Saint-Goustan hinunter.

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Copyright: Pixabay PierreGross

Einer der größten Märkte im Département Morbihan findet jeden Montag im Zentrum statt. In der Hochsaison sind ca. 400 Händler*innen vertreten. Der Biomarkt ist immer donnerstags, weitere Märkte finden Sie hier.

Auray liegt westlich von Vannes und ist von den Bahnhöfen der Südbretagne (von Brest bis Nantes) direkt erreichbar. Es gibt ebenfalls einen Direktzug von Rennes und Paris.

2. Rochefort-en-Terre

Historische Denkmäler, Fachwerkhäuser, Gebäude im gotischen Stil, Renaissance Villen finden sich in  Rochefort-en-Terre, gelegen 35 Kilometer östlich von Vannes. Auf der Place Saint-Michel sieht man dem bunten Treiben zu oder man schlendert durch den Burggarten.

Der Ort mit knapp 700 Einwohner*innen zählt zu „Les Plus Beaux Villages de France“ und wurde 2016 zum „Lieblingsdorf der Franzosen“ gewählt.

 

Ein Bauernmarkt findet jeden Sonntagvormittag im Ort statt. Weitere Märkte der umliegenden Ortschaften werden hier gelistet.

Direktbusse gibt es ab Vannes, der nächste Bahnhof ist im 11 Kilometer entfernten Questembert.

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Copyright: Pixabay, lecreusois

Re,Un,Mo,Morbihan

Regional genießen

Klicken Sie hier, um zu den lokalen Produzent*innen und den Feinschmeckerläden im Golf du Morbihan zu kommen. Für die Region Baie de Quiberon finden Sie hier weiterführende Infos.

Um eine Übersicht über das ganze Département zu erhalten, sind Sie hier richtig.

 

Zwei lokale Austernproduzent*innen im Golf du Morbihan sind beispielsweise Les Perles de Godec und die Maison Jégat. Beide Züchter arbeiten nach traditionellerweise. Sie verwenden keine Bruteier und Antibiotika oder sonstige Chemikalien.

 

Auch die Zero-Waste Philosophie ist in der Bretagne, genauer gesagt im Code Ø, einem gemütlichen Café in Lorient, vertreten.

 

 

 

Meine Unterkunftstipps

1. Nächtigung in einem Hausboot

Auf der Halbinsel Rhuys, zwischen Meer und Golf von Morbihan, befindet sich auf einem idyllischen Teich die strom- und wasserautarke Ecolodge Charles & Ashton. Ihre Nachbarn sind Enten, Gänse, Schafe, Rehe und Störche, die man mit den zur Verfügung gestellten Seekajaks gut beobachten kann.

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Copyright: Ecolodge Charles & Ashton

2. Ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten und ein Bed&Breakfast

Sechs Kilometer vom Meer entfernt, zwischen der Halbinsel Quiberon und der Stadt Auray, findet man verteilt auf 25 Hektar die nicht alltäglichen Übernachtungsmöglichkeiten von Dihan.

Wählen kann man zwischen Baumhaus, Bubble Tent, Jurte, Wohnwagen, Tiny House, Hütte oder einem Gästezimmer.

 

Keine zwei Kilometer vom autofreien Campingplatz Dihan finden sich die charmanten Zimmer des Bed und Breakfast Kerimel.

In der Früh wird man von einem Bio-Frühstück mit hausgemachtem Joghurt und Marmelade verwöhnt, untertags borgt man sich eines der Räder aus und am Abend verkostet man Bier aus der hauseigenen Mikro-Brauerei oder selbstgemachten Apfelsaft bzw. Cidre.

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Copyright: Thibault Poriel

3. Nächtigung im Bienenhaus

Im Herzen der Bretagne liegt der Imkereibetrieb La Fontaine Airmeth.

 

Neben zwei Steinhäusern kann man auch in einem Tiny-House in Form eines Bienenstocks schlafen. Dabei kann man den Bienen im integrierten Bienenstock bei ihrem fleißigen Treiben zusehen. 

Mobilität vor Ort

Direktverbindungen von Paris gibt es beispielsweise nach Vannes, Lorient und Auray.

Die Apps MobiBreizh und BreizhGo sind die idealen Routenplaner, die alle öffentlichen Verkehrsmittel auflisten.

 

Im Sommer verkehren Busse und Shuttlebusse sowie der Zug „Le Tire-Bouchon“ von den umliegenden Orten zur Halbinsel Quiberon. In Carnac fährt ein kostenloser Shuttlebus zu den wichtigsten Punkten. 

 

Möchten Sie ein Rad ausborgen, finden Sie hier die Verleihstationen im Département.

 

Tourismusamt

https://www.morbihan.com/

Green Morbihan ist die Marke für ökologische Aufenthalte in der Bretagne.

 

Rennes – Das Tor in die Bretagne

In Rennes erzählen das Parlament und die verwinkelten Gassen aus mittelalterlichen Fachwerkhäusern im Zentrum die Geschichte einer 2.000 Jahre alten Hauptstadt.

 

Sonst gibt sich das wirtschaftliche Zentrum der Bretagne modern mit geradlinigen Straßenzügen und neoklassizistischen Gebäuden. Die Universitätsstadt ist ein Hotspot für Festivals. Im Sommer gehören die Straßen beim Kulturfestival „Les Tombées de la Nuit“ der kreativen Szene, im Winter haben Musiker*innen beim Festival „Transmusicales“ ihren großen Auftritt.

 

Will man neben den klassischen Sehenswürdigkeiten die Stadt aus dem Blickwinkel einer Food-Mood-Tour, der Sicht der bretonischen Serienmörderin Hélène Jegados oder via Outdoor- Escape-Rooms erleben, Destination Rennes hat viele Tipps parat. 

Rennes
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Drei partizipative Projekte der Stadt

 

1. Ein Ort der Begegnung, der Gastfreundschaft, der Kulinarik, der Erholung, der Kultur und des Sportes ist das ehemalige Krankenhaus Hôtel-Dieu im Herzen von Rennes, das im Zuge eines Stadterneuerungsprojektes entstanden ist.

 

2. Als Bindeglied zwischen Natur und Kultur sieht sich die Gemüsefarm Quince am Stadtrand von Rennes. Neben dem Anbau von Bio-Gemüse werden seit 2020 auf dem 4 Hektar großen Grundstück auch unterschiedlichste kulturelle Veranstaltungen und Workshops angeboten.

3. Ein weiterer „Stadtbauernhof“ ist in einem renovierten Schloss vor den Toren von Rennes eingezogen.

 

Das partizipative und solidarische Bürgerprojekt La Basse-Cour versteht sich als Ort der Ausbildung, Wissensvermittlung, Gastronomie und bietet unterschiedlichste kulturelle und musikalische Veranstaltungen an. Der Gemüseanbau wird vom Partnerbetrieb Jardin des Mille Pas betrieben.

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Copyright: La Basse-Cour

Regional genießen & Unterkunftstipps

Auf einer interaktiven Karte findet man lokale Produzent*innen der Stadt, aber auch Kochworkshops. Will man eine der vielen bretonischen Spezialitäten probieren, listet hier Rennes Tourismus die passenden Adressen.  

Der zweitgrößte Markt in ganz Frankreich, der „Marché de Lices“ im gleichnamigen Stadtviertel findet seit vier Jahrhunderten immer samstags statt.

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In punkto Unterkunft haben sich mehrere Hotels mit dem EU-Ecolabel zertifizieren lassen. Destination Rennes listet diese hier auf.

 

 

Mobilität vor Ort

Rennes ist schnell und bequem ab Paris mit dem TGV erreichbar. Die Stadt verfügt über ein gut ausgebautes Bus-, und U-Bahnnetz (Linie A, und Linie B).

 

Eine Ergänzung zu den Öffis, sind die Elektrofahrräder des städtischen Verkehrsbetriebes STAR.

Die Apps MobiBreizh und BreizhGo sind die idealen Routenplaner, die alle öffentlichen Verkehrsmittel auflisten.

 

Tourismusamt

www.tourisme-rennes.com/

8 Tipps die Bretagne aktiv zu entdecken

Die Bretagne lässt sich aus verschiedensten Perspektiven entdecken.

 

1. Wandern auf dem Zöllnerpfad

Der GR34-Fernwanderweg, der Zöllnerpfad oder „Le Sentier des Douaniers“ ist einer der beliebtesten Fernwanderwege in Frankreich.

 

Früher spürten hier Zollbeamte Schmuggler und Plünderer auf. Heute wandern Menschen aus aller Welt entlang der über 2.000 Kilometer langen Küste, vom Mont-Saint-Michel bis nach Saint Nazaire.

 

Die Route ist durchgehend mit einem roten und weißen Streifen markiert. Um sich nicht zu verlaufen, gibt es bei Abzweigungen Stellen mit einem „X“. Diese symbolisieren, dass der Weg hier nicht weiterführt. 

Wandervorschläge für einen oder mehrere Tage findet man auf den Webseiten Itirando und  Mongr.

Ein Gepäckstransfer ist auf dem Zöllnerpfad möglich. Bretagne Tourismus listet hier einige Agenturen.

Aktiv entdecken
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2. Per Rad oder Pedes auf dem Pilgerweg Tro Breizh

Die „Tour de Bretagne“, wie der Pilgerweg ins Französische übersetzt heißt, verbindet auf 1.500 Kilometer Länge die sieben Kathedralen der heiligen Gründer der Bretagne miteinander: Quimper, Saint-Pol-de-Léon, Tréguier, Saint-Brieuc, Saint-Malo, Dol-de-Bretagne und Vannes.

Die Gründer waren keltische Mönche, die das Christentum zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert in die Region brachten.

 

Anders als beim Zöllnerpfad zeigt sich auf diesem Weg die Bretagne von ihrer ländlichen Seite. Der Weg kann zu Fuß, (auf Mon Tro Breizh findet man alle nötigen Infos) aber auch mit dem Fahrrad erkundet werden. Die Website komoot hat zum Beispiel eine einwöchige Radtour online gestellt.

 

 

3. Das Landesinnere auf dem Nantes-Brest-Kanal Radweg entdecken

Entlang des Kanals, der sich wie ein blaues Band durch die Bretagne schlängelt, fährt man 360 Kilometer und passiert dabei 236 Schleusen.

Vorbei an kleinen Orten (besonders charmant sind Malestroit, Josselin oder Pontivy), Häfen und Burgen (z.B. Schloss Josselin) radelt man im Herzen der Bretagne von Nantes bis nach Châteaulin, gelegen im Naturpark Armorique. Auf dem Weg passiert man auch den Lac de Guerlédan, den größten See der Bretagne.

 

Der Nantes-Brest-Radweg weist kaum Steigungen auf und ist Teil des Radfernweges La Vélodyssée (EuroVelo 1). Besonders stimmungsvoll sind die bis zu den Fenstern der Schleusenwärterhäuser ragenden Blumen.

 

Nantes ist berühmt für das Château des Ducs oder das Jules-Vernes-Museum. Aber auch verwinkelte Gassen, eine imposante Kathedrale und die Île de Nantes mit den überdimensionalen fantasievollen Geschöpfen sind ein Besuch wert.

Besonders beliebt ist ein rund 30-minütiger Ritt mit dem „Großen Elefanten“. Er ist 12 Meter hoch, 8 Meter breit und 21 Meter lang. Wie sich dieses Tier fortbewegt ist in einem kurzen YouTube Video zu sehen.

 

 

4. Auf den Wellen der Bretagne reiten

Neben dem Südwesten Frankreichs ist die Bretagne bei Surfer*innen beliebt. Sogar die Geburtsstunde des Kitesurfens schlug in den 80-er Jahren in der Bucht von Douarnenez.

Der größte Bonus der Bretagne liegt in ihrer Vielseitigkeit. Unterschiedliche Wind- und Wellenrichtungen an der Nord-, West- und Südküste sind ein Garant für surfbare Wellen.

 

Die besten Surfspots der Bretagne, wie die natürliche Landzunge Pointe de La Torche, die umweltfreundlich erreichbar sind, listet die französische Bahn hier. Das Tourismusamt von Finistère listet Surfspots hier.

 

Zwei bretonischen Unternehmen liegen nachhaltige Surfbretter besonders am Herzen. 

1) Gaël Le Thellec gründete das Unternehmen Gawood südlich von Quimper. Er stellt Holzsurfboards her und bietet Kurse an, sich sein eigenes Surfboard zu bauen.

 

2) MD-Surfboards ist in Saint Malo (Nordküste) angesiedelt und versichert, dass die gesamte Wertschöpfungskette der Boards in Frankreich liegt. Es listet alle Zulieferer transparent auf.​

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5. Segeln in der Bretagne

Die Départements Côtes d'Armor und Morbihan haben eine Zusammenfassung von Segelschulen erstellt. Egal welche Wassersportart Sie ausüben, die interaktive Karte von „C-mon spot“ gibt Infos, wann und wo welche Vögel brüten, damit diese nicht gestört werden.  

 

Auf größeren Segelschiffen unterwegs ist man beispielsweise auf der Eulalie (auch mit Aquarellkurs).

Mit einem Zweimaster, der Recouvrance, segeln Reisende dem Sonnenuntergang in der Bucht von Brest entgegen. Zusätzlich werden Halbtages- und Tagestouren angeboten, sowie zwei bis viertägige Kreuzfahrten, bei denen Sie aktiv mitsegeln.

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Copyright: Dominique Sicher, Eulalie

In Saint-Malo können Reisende auf einem der Schiffe der Étoile Marine Croisières segeln. Die Étoile du Roy, eine 47 Meter lange und mit 3 Masten ausgestattete Fregatte der Korsaren, erbaut im Jahre 1745, kann im Hafen bewundert werden.

Mit 15 Metern Länge ist die Sant C'hireg etwas kleiner. Sie steuert von Perros-Guirec oder Trégastel die Sept-Îles an.

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Copyright: LA RECOUVRANCE

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Copyright: Étoile Marine Croisières

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Copyright: Nicolas Dequin - Tourisme Bretagne 

6. Yoga & Stand-Up-Paddling

Flora hat sich am geschützten Küstenfluss Rance eine einmalige Kombination ausgedacht: Stand-Up- Paddling und Yoga. Das ehemalige Fischerdorf Minihic-sur-Rance im Département Ille-et-Vilaine liegt unweit von Dinard und Saint Malo mit seiner mittelalterlichen Festungsmauer.

 

Bei Kobra Kerze und Co. gleichen Sie die Bewegung des Wassers unter Ihrem Brett aus und genießen gleichzeitig die Sonnenstrahlen auf Ihrer Haut. Mehr Informationen finden Sie hier bzw. auf Floras Website Faumea

Weiters gibt es auf der Rance auch die Möglichkeit, sich Kajaks und Kanus auszuborgen. Das Unternehmen Chill in Rance hat viele Angebote parat.

7. Gourmet-Radtour zu lokalen Produzent*innen rund um Dinan

Die Reiseagentur Kaouann mit Sitz in Dinan bietet an ausgewählten Tagen eine Fahrradtour zu Bauernhöfen und lokalen Erzeuger*innen rund um Dinan an. Die Tour dauert drei Stunden und beinhaltet Verkostungen.

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Copyright: KAOUANN

8. Vögel am Golf von Morbihan beobachten

Der Golf von Morbihan ist einer der wichtigsten Orte für Vogelbeobachtungen in Frankreich. Kleine Inseln, Wattflächen, Hecken- und Heidelandschaften sowie Waldgebiete sind die natürlichen Lebensräume für rund 200 Vogelarten. Hinzu kommen zwischen 80.000 und 120.000 Vögel, die jährlich von Oktober bis Februar in der Region überwintern.

 

Die Broschüre „Où observer les oiseaux“ beschreibt und listet bildlich die besten Spots auf.

 

Geführte Vogelbeobachtungstouren werden von David Lédan durchgeführt. Er ist Ornithologe und Fotograf im Regionalen Naturpark des Golfs von Morbihan. Die Termine finden Sie auf der Website des Tourismusamts.

 

 

 

 

6 Anregungen quer durch die Bretagne

Folgende Erlebnisse bleiben garantiert in Erinnerung.

 

1. Meeresfrüchte, Algen und Co probieren

Meeresfrüchte, Fische und Austern sind typisch für die Bretagne.

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Welche Fische kann man noch aus dem Meer essen? Der WWF hat 2023 einen eigenen Fischratgeber mit Ampelsystem veröffentlicht.

 

Mein Tipp: Erkundigen Sie sich, ob Jakobsmuschel und Co aus den umliegenden Gewässern stammen. Durch eine steigende Nachfrage und Überfischung werden Meerestiere auch importiert.

 

Bei Austern fragen Sie nach, ob Sie keine „triploiden Austern“ konsumieren. Diese sind genetisch verändert, haben drei statt zwei Chromosomen und wachsen schneller.

Das Bio-Label „Agriculture Biologique“ garantiert zwar, dass die Austern diploid sind (mit zwei Chromosomen), aber es schützt nicht davor, dass die Austern aus Bruteiern (Labor) stammen.

Die französische Dokumentation „L'huître triploïde“ gibt einen Einblick in diese Problematik und auf der gleichnamigen Website findet man viele Infos.

 

Im Gegensatz zu Meeresfrüchten sind Algen vegetarisch. Zum Aperitif, als Hauptgericht oder Beilage und sogar zum Frühstück findet sich das Superfood immer öfter auf den Tischen. An den Küsten der Bretagne wachsen die Algen besonders gut. Von den fast 800 vorkommenden Algenarten sind rund zehn essbare Arten zum Verkauf zugelassen. Algen finden sich auch in Getränken, wie Teemischungen, im Bier oder in der Kosmetik.

 

Das Unternehmen Algoplus in Roscoff bietet Führungen an, um den Beruf des Algenfischers zu entdecken und die einzelnen Schritte zur Herstellung kennenzulernen. Verstreut in der Bretagne werden auch Algenworkshops angeboten. In Plouguerneau gibt es ein Öko-Museum, dass sich den Algen widmet.

 

 

2. Kulinarische Schmankerl genießen: Crêpes, Galettes und Kouign-amann

Kulinarisch nicht wegzudenken sind die Crêpes und Galettes. Überall im Land verstreut finden sich die Crêperies.

Der Unterschied zwischen den beiden „Palatschinken“ ist der Teig. Eine Galette wird aus Buchweizen hergestellt und wird würzig, beispielsweise mit Schinken, Käse und Ei, belegt. Die Grundzutat einer Crêpe ist Weizenmehl, sie wird süß belegt.

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Das Label Crêperies Gourmandes zeichnet die Feinschmecker-Crêperien aus, welche lokale und hochwertige Produkte bevorzugen und über jahrzehntelanges Know-how verfügen. Hier eine Übersichtskarte.

 

Im Atelier de la Crêpe mit Sitz in St. Malo lernt man die Geheimnisse und Feinheiten der Speisen kennen und wie man diese zubereitet.

 

Rund um die Crêpes gibt es auch Feste, wie die Fête de la Crêpe, am letzten Juli-Wochenende. Der 2. Februar wird als Tag der Crêpes gefeiert.

 

Eine weitere üppige bretonische Spezialität, genauer gesagt aus Douarnenez, sind die Kouign-amann, die hauptsächlich aus Zucker und Butter bestehen. Die Zutaten werden zu einem Teig vermischt und immer wieder gefaltet, um ein blätterteigartiges Ergebnis zu erzielen. Dieses YouTube Video zeigt die Herstellungsschritte.

 

 

3. Auf Tuchfühlung mit Flut und Ebbe gehen

Spektakulär und einmalig in Europa sind die Gezeiten an der Grenze zur Normandie, genauer gesagt in der Bucht des vielbesuchten Mont-Saint-Michel. Bei Ebbe zieht sich das Meer bis zu 15 Kilometer von der Küste zurück. Der Tidenhub kann, je nach Jahreszeit über 10 Meter sein und zählt somit zu den größten der Welt. Diese Kraft der Natur macht sich auch das rund 55 Kilometer entfernte Gezeitenkraftwerk zwischen Dinard und St. Malo zu nutze.

 

Pêche à Pied

Eine andere Aktivität, der man bei Ebbe nachgehen kann, ist „Pêche à Pied“, die „Fußfischerei“. Der Begriff bezieht sich auf das Sammeln von Schalen-, oder Krustentieren bei Ebbe. Alt und Jung sind mit Werkzeugen wie Netz, Haken und Rechen ausgestattet und versuchen ihr Glück. Je nach Küste findet man Venusmuscheln, Herzmuscheln, Jakobsmuscheln, Austern, Strandschnecken, Napfschnecken, Krabben, Garnelen und Seeohren.

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Um dem Ökosystem nicht zu schaden, hat die Organisation „Pecheapied-responsable“ einen Leitfaden erarbeitet. Während des Sommers ist die Fußfischerei nicht überall erlaubt. Eine interaktive Karte gibt nähere Infos dazu.

 

Es gibt auch geführte Touren, um mehr über diesen Lebensraum zu erfahren. Führungen an der Côtes d'Armor finden Sie hier.

 

Um zu wissen, wann Ebbe und Flut ist, gibt es die Gezeitenpläne von Meteo Marine oder von marée info.

 

Den Meeresgrund bei Ebbe ohne Wasser zu sehen, hat mich zutiefst beeindruckt!

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4. Delfine in ihrer natürlichen Umgebung beobachten

Zwischen 400 und 500 Delfine tummeln sich in den Buchten der Bretagne und der Normandie.

An der Westküste der Bretagne werden Delfine durch den Marine-Naturpark d'Iroise geschützt.

Stürmt und regnet es nicht, fahren die Boote hinaus, und wenn sich dann Delfine zeigen, sind von allen Seiten "Aaaahs" und "Oooohs" zu hören.

 

Verantwortungsvolle Anbieter kommen den Tieren, vor allem Müttern mit Kindern nie zu nahe. Der WDC (Whale and Dolphin Conservation) empfiehlt in seinem Verhaltenskodex einen Mindestabstand von 100 Metern. Je mehr Boote vor Ort sind, desto größer ist der Abstand.

 

Anlocken, Verfolgungsjagden, Füttern, Fotografieren mit Blitz und Streicheln sind ein No-Go.

Respektvolle Reiseanbieter führen Beobachtungstouren nur mit ausgebildeten Naturführer*innen oder Biolog*innen durch.

 

 

5. Bretonische Leuchttürme bei Tag und Nacht erleben

Mehr als ein Drittel aller französischen Leuchttürme stehen in der Bretagne. Die Website „Phare de France“ beschreibt alle französischen Leuchttürme im Detail.

Einige Leuchttürme öffnen die Tore für Besichtigungen, so wie der 65 Meter hohe Leuchtturm Eckmühl in

Penmarc´h von dem wir eine gute Sicht auf die umliegende Landschaft hatten.

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Drei ehemaligen Leuchttürme zum Mieten stelle ich kurz vor.

1) Der Phare de Kerbel südlich von Lorient (Département Morbihan) diente von 1913 bis 1989 zur Navigation, danach wurden mehrere Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen. So ist eine Übernachtung im Leuchtturm auf 25 Meter Höhe mit 360 Grad Rundumblick möglich oder man mietet das ehemalige Leuchtturmswärterhäuschen.

 

2) Etwas abgeschiedener liegt der Leuchtturm auf der Île Louët in der Baie de Morlaix (Département Finistere). Zwischen dem Festland und einer winzigem Felseninsel mit dem Château du Taureau aus dem 16. Jahrhundert befindet sich das kleine Eiland mit dem im 19. Jahrhundert erbauten Leuchtturm.   

3) Ebenfalls im Département Finistere kann man sich ein ehemaliges Leuchtturmswärterhäuschen mit einem 5.000 m² großen Garten und mit Panoramablick auf den Atlantik mieten.

 

Das Sémaphore de Lervily liegt inmitten einer Heidelandschaft eines Natura-2000-Gebiets. Der nächste Sandstrand ist fußläufig in ca. 5 Minuten erreichbar.

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Copyright: Jean-Yves, Sémaphore de Lervily

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6. Mit einer Fahrrad-Rikscha unterwegs sein

Olivier Dussauze, vom Verein Ribin, bietet mit seiner Rikscha Dreirad-Radtouren in Douarnenez, Cap Sizun und seit 2021 auch in West Cornouaille an.

 

Neben Tourist*innen holen Oliver und sein Team Senior*innen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität ab, und kutschiert sie durch die Gegend und liefert Waren.

Copyright: Ribin

Schon die Römer ließen sich in Douarnenez mit Fischspezialitäten versorgen. Die günstige, sturmgeschützte Lage vor einem sehr fischreichen Gewässer, ließ die Stadt im Laufe der Jahrhunderte zu einem der wichtigsten Fischereihäfen Frankreichs werden. Einen Höhepunkt erlebte sie Mitte des 19. Jahrhunderts, als es nach der Erfindung der Konservendose möglich wurde, Fisch langfristig haltbar zu machen. Die Sardine brachte den Händlern von Douarnenez Wohlstand und den Konservenfabrikarbeiter*innen ein erträgliches Auskommen.

 

Vom Ufer aus hat man einen schönen Ausblick auf die Île Tristan, wo der Legende nach Isolde ihrem geliebten Tristan, Prinz von Léon, ins Grab folgte.

Aber auch die sagenumwobene Stadt Ys soll versunken in der Bucht von Douarnenez liegen.

 

Webseiten, die Produzent*innen mit Konsument*innen zusammenbringen

Die Initiative Bio Bretagne (IBB) fördert die Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft in der Region und vertritt die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In der Suchfunktion gibt man das gewünschte Département ein und erhält eine Auflistung der Produzent*innen mit Link zur Website. Die Website Produits-locaux funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Auch eine eigene Karte (Allô la Mer) speziell für Meeresfrüchte wurde ins Leben gerufen.

 

Mangeons local ist eine weitere bretonische Plattform, die alle Hersteller*innen via Suchmaschine kurz vorstellt und verlinkt.

 

Vor einigen Jahren wurde in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung sowie den Landwirtschaftskammern die Plattform Frais e local (Frisch und lokal) gegründet. Auch hier gibt man eine beliebige französische Region oder Stadt ein, und eine virtuelle Karte öffnet sich. Gezielt kann man auch nach Gemüse, Milchprodukten, Fleisch oder Bio etc. suchen.

 

Nachhaltigkeit ist auch in der Fischerei ein wichtiges Thema. Um bei der Association des Ligneurs de la Pointe Bretagne Mitglied zu werden, darf das Boot der Fischer nur eine maximale Länge von 12 Metern haben. Andere Kriterien sind, dass nur Tagesfahrten unternommen werden dürfen oder der Wolfsbarsch ausschließlich mit einer Angel gefangen werden muss. Weitere Infos finden Sie hier und die teilnehmenden Fischer werden hier vorgestellt.

Ein weiteres französisches Label ist L'écolabel public Pêche Durable.

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Souvenirs

Lokale Souvenirs

Nachfolgend ein paar Anregungen, um die lokale Wirtschaft zu fördern.

 

1. Kosmetika

Kosmetika „Made in Bretagne“ bietet das Unternehmen Ma Kibell an. Waren es 2015 gerade einmal zwei Geschäfte, findet man heutzutage die Ma Kibell-Shops verstreut in der ganzen Bretagne.

Die Produkte werden handgefertigt und, wo möglich, wird mit natürlichen Rohstoffen aus dem Meer und vom Land gearbeitet. Die bretonischen Rohstoffproduzent*innen werden auf der Website transparent vorgestellt.

 

Auf ganzer Linie bio-zertifizierte bretonische Kosmetik findet man in ausgewählten Geschäften und Online-Shops bei Nominoë Cosmétiques de Bretagne. Die Rezepturen werden im eigenen Haus mit Forscher*innen entwickelt, die Produktion und Verpackung finden in den Départements Finistère und Côtes d'Armor statt.

 

 

2. Gewürze

Nach dem Vorbild der Ostindienkompanien der Niederländer und Briten gründeten 1664 auch die Franzosen eine Ostindien-Kompanie. Die Kompanie fokussierte sich auf Luxusgüter aus Indien, wie Gewürze, Tee, Parfüm oder indische Baumwolle. In Lorient, gelegen im Département Morbihan, taucht man mit dem Musée de la Compagnie des Indes in die damalige Zeit ein.

 

Verstreut in der Bretagne kann man Gewürze von Safran bis Kurkuma und einzigartige Gewürzmischungen kaufen. Biogewürze wie Kurkuma, Safran und Aloe Vera produziert Esprit Safran & Cie (Finistère). Ebenfalls auf Bio-Safran spezialisiert haben sich Safran Morbihan und Vilaine Safran (Morbihan).

 

Im Norden, an der Côtes d'Armor kreiert Olivier Roellinger über 80 Gewürzmischungen.

Die Rohstoffe stammen von kleinen Produzent*innen, meist aus biologischem Anbau und verantwortungsvollem Handel.

Die Gewürze von Christophe Lemaire von „La Cale aux Epices“ sind weder biozertifiziert noch FairTrade. Er arbeitet direkt mit Kleinstproduzent*innen vorwiegend aus Indien, Südostasien und Madagaskar zusammen.

Beide Geschäfte haben mehrere Filialen, verstreut in der Bretagne.

 

 

3. Schuhe und Kleidung

Es finden sich gleich mehrere Firmen, die nachhaltig produzierte Schuhe in der Bretagne anbieten.

Die Laufschuhe von Relance Running werden zu 100 Prozent in Frankreich designed und hergestellt,

die pflanzlich gegerbten Männerschuhe aus Leder von Upster in Frankreich und Spanien. In Zusammenarbeit mit westafrikanischen Techniken und Know-How produziert das Team von Umòja Schuhe vegane Treter.

 

Die vorwiegend im Matrosenshirt-Look hergestellte Kleidung der bretonischen Marke Armor-Lux produziert seit 1938 hochwertige Kleidungsstücke in Quimper.

 

 

 

4 Projekte mit einem Fokus auf Umweltschutz

1. Plastikvermeidung in Frankreich

Frankreich hat seit 2022 sein Gesetz zur Plastikvermeidung verschärft. So dürfen unverarbeitete Obst- und Gemüsesorten (bis 1,5 kg) nicht mehr in einer Plastikhülle verkauft werden. Dieses Verbot betrifft auch Plastikspielzeug in Kindermenüs oder die Verpackung von Zeitschriften und Zeitungen (Quelle: Ecologie.gouv.fr)

Besonders praktisch fand ich Märkte und die Lebensmittelgeschäfte von Biocoop. Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln, Obst, Cerealien, Reis, Kekse, Nüsse und viele andere Lebensmittel waren unverpackt. Mit Papiertüte und Waage hat man die Menge selbst bestimmt. 

2. Schutz des Lebensraums

Um das sensible Ökosystem zu bewahren, gibt es unterschiedliche Ansätze. Die Surfrider Foundation

setzt sich seit fast dreißig Jahren für den Schutz von Seen, Flüssen, dem Meer und der Küste ein. Bei Säuberungsaktionen werden am häufigsten Zigarettenstummel gefunden. Hier geht´s zu den TOP-10 Abfällen, die bei Säuberungsaktionen gefunden werden.

Beim Centre Nautique Crozon-Morgat erhält man beispielsweise auf zukünftige Kajakverleihe 20 Prozent Rabatt, wenn man Abfälle an Land bringt.

Projekt Umweltschutz
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Copyright: Olivier Latin, Centre Nautique Crozon-Morgat

3. Recycling von Fischernetzen

Rund 800 Tonnen Fischernetze fallen jährlich in den französischen Häfen als Müll an. (Quelle: Technopôle Brest-Iroise)

Das Unternehmen Fil & Fab aus Brest forscht seit 2015, wie Fischernetze recycelt werden können. 2020 wurde mit dem Kauf von speziellen Maschinen die Theorie in die Praxis umgesetzt. Heute ist das innovative Unternehmen das erste seiner Art in ganz Frankreich, welches gebrauchte Fischernetze zu 100 Prozent zu einem Kunststoffgranulat (Nylo®) umwandelt, aus dem in weiteren Schritten beispielsweise Sonnenbrillen, Uhren und Surfbrett-Flossen hergestellt werden.

 

 

4. Rückbau eines Atomkraftwerkes

In Brennilis, gelegen im regionalen Naturpark Armorique wurde 1985 ein Kernkraftwerk stillgelegt und befindet sich seitdem im Rückbau. An ausgewählten Tagen gibt es Führungen (nur auf Französisch) durch das Kraftwerk. Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft (Électricité de France - EDF) legt lt. Website heutzutage neun Reaktoren mit vier verschiedenen Technologien still.

 

Frankreich setzt trotz der Stilllegung vereinzelter Atomkraftwerke weiterhin auf Atomstrom und beschleunigt den Bau per Gesetz. Lt. der Zeitung Standard sollen bis 2035 sechs Reaktoren gebaut werden, weitere folgen.

 

 

 

4 französische Unterkunftsplattformen stellen sich vor

1. Wohnen am Bauernhof

Accueil Paysan und Bienvenue-a-la-ferme sind zwei Plattformen, die Bauernhofunterkünfte und Bauernhofprodukte im ganzen Land listen.

 

2. Wohnen im Schloss

Der Verband „Bienvenue au Château“ ist ein Netzwerk von historischen Unterkünften und vermittelt Schlösser, auch in der Bretagne.

 

3. Wohnen in Ferienunterkünften 

Die französische Buchungsplattform GreenGo hat sich auf authentische Unterkünfte spezialisiert, die großen Wert auf Nachhaltigkeit legen.

 

Die „Gîtes de France“ sind eine weitere französische Organisation, die Ferienwohnungen und -häuser in ganz Frankreich vermittelt.

 

Eine ungewöhnliche Unterkunftsart ist es, in einer ehemaligen Mühle zu nächtigen. Im Département Côtes d'Armor, zwischen St. Brieuc und Paimpol ist das für vier Personen möglich. Aber auch abseits der Touristenströme können Sie in einer ehemaligen Wassermühle im Département Finistère bei Landeleau die Seele baumeln lassen.

 

4. Netzwerke von fahrradfreundlichen Beherbergungsbetrieben

Fahrradfreundliche Unterkünfte finden Sie auf der Website von France Vélo Tourisme. Ein weiteres Netzwerk von Beherbergungsbetrieben ist Rando Accueil.  

 

 

 

Anreise und Mobilität 

Paris „Gare de l´Est“ ist ab Wien mehrmals die Woche mit dem Nachtzug bequem erreichbar. Alternativ gibt es einen Tageszug ab München.

Die Website Direct Train listet weitere europäische Städte auf, die einen direkte Verbindung nach Paris haben. 

 

Die Züge Richtung Bretagne fahren von Paris-Montparnasse ab. Beide Bahnhöfe sind mit der U-Bahn Linie 4 ohne Umsteigen verbunden. 

 

Die Apps MobiBreizh und BreizhGo sind ideale Routenplaner, die alle öffentlichen Verkehrsmittel auflisten.

 

Räder werden, falls Stellplatz verfügbar, in allen Regional-Expresszügen (TER) kostenlos und ohne Reservierung mitgenommen. Einige TGVs und die meisten Intercity-Züge bieten kostenpflichtige Fahrrad-Abteile an, für die eine Reservierung direkt am Bahnhof oder auf der Webseite erforderlich ist. Mehr Infos über die Fahrradmitnahme in französischen Zügen finden Sie hier bzw. auf den Webseiten von TER BreizhGo und SNCFConnect.

 

Überregionale Fahrradverleihstationen sind beispielsweise OuiBike und Veloc Ouest.

 

Mit den Apps OuestGo, BlaBlaCar und mobicoop werden mittels interaktiver Karte und Suchfunktion Fahrgemeinschaften gebildet, um in der Bretagne und im Pays-de-La-Loire mit kleinem ökologischem Fußabdruck unterwegs zu sein.

 

Tourismusamt

www.bretagne-reisen.de

Unterkuftsplattformen
Anreise undMobilität
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