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Serbien – eine unentdeckte Schatztruhe

Der Winter ist für mich ein idealer Zeitpunkt, um meine Gedanken kreisen zu lassen und erste Pläne zu schmieden, welche unentdeckte europäische Schatztruhe ich in der wärmeren Jahreszeit öffnen könnte.

Serbien ist so eine Schatztruhe mit knapp 7 Millionen Einwohnern, die ich in dieser Ausgabe öffnen will.

 

Oft wird das Land im Rahmen einer Flusskreuzfahrt auf der Donau erkundet und dabei die zweitgrößte Stadt Novi Sad (eine der Kulturhauptstädte 2022) oder Belgrad (beheimatet angeblich die zweitgrößte orthodoxe Kirche der Welt) besucht.

Lässt man Belgrad hinter sich, erreicht man den ca. 135 km langen Abschnitt der unteren Donau,

besser bekannt als Eisernes Tor, welches ein beeindruckendes, durch zwei Kraftwerke gezähmtes Durchbruchstal ist. Es gilt als das größte und längste Durchbruchstal in Europa und liegt an der Grenze zu Rumänien. Ein Highlight jeder Flusskreuzfahrt. Dieser Abschnitt liegt außerdem im Đerdap Nationalpark, dem größten Nationalpark (63.786 Hektar) in Serbien.

Dass der Reiz Serbiens weit über eine Flusskreuzfahrt hinausgeht und es ein Land voller natürlicher und kultureller Schätze ist, wird mir beim Recherchieren schnell klar.

 

Öffnen wir gemeinsam die Geschichte-Schatztruhe

Jahrhundertelang war der Balkan, benannt nach dem Balkangebirge, geprägt von Grenzveränderungen, Umsiedlungen und Vertreibungen.

Serbien gehörte zum Römischen, zum Byzantinischen und zum Osmanischen Reich. Die Habsburger hatten ihre Hände ebenfalls im Spiel, und Teile Serbiens gehörten zur Österreich-Ungarischen Monarchie.

Auf dem Berliner Kongress 1878 wurde Serbien zu einem unabhängigen Staat erklärt, 1882 wurde das Land am Balkan ein Königreich. 1912 und 1913 kam es zu zwei Balkankriegen und 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. 1918 entschied man sich für einen Zusammenschluss der südslawischen Staaten, 1929 wurde vom serbischen König eine Königsdiktatur unter dem Namen Königreich Jugoslawien ausgerufen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das „zweite“ Jugoslawien gegründet. Der sozialistische Vielvölkerstaat existierte bis 1991. Serbien ist seit 2006 unabhängig. 2008 erklärte sich Kosovo als eigenständig von Serbien. Eine Unabhängigkeit, die Serbien bis heute nicht anerkannt.

 

 

Entdecken wir die Natur- und Kloster-Schatztruhe

Im Norden in der autonomen Provinz Vojvodina ist das Land von der Pannonischen Tiefebene geprägt. Südlich der Donau und Save (entspringt in den Julischen Alpen), wird es zunehmend hügelig und gebirgig mit Gipfeln über 2.500 Metern. Im Süden des Landes befindet sich eine Gruppe von etwa 200 zwei bis 15 Meter hohen Erdpyramiden, mit dem Namen Đavolja varoš (Teufelsstadt).

Eines von Serbiens Skizentren ist Kapaonik, gelegen an der Grenze zum Kosovo. 

Das serbische Klima ist geprägt durch kalte und schneereiche Winter und heiße Sommer. 

Fünf Nationalparks, 20 Naturparks und viele Naturschutzgebiete und -reservate mit einer Gesamtfläche von über 7.000 Quadratkilometern (das sind mehr als 8 Prozent der Fläche Serbiens) weißen eine große biologische Vielfalt auf.

Nationalpark Tara:

Die Besonderheit des zu drei Viertel mit Wald bedeckten Nationalpark Tara ist die Serbische Fichte (Pančić Fichte), die nur in dieser Region zwischen Serbien und Bosnien - Herzegowina wächst.

Säugetiere wie der Braunbär fühlen sich in diesen Wäldern besonders wohl.

Im Rahmen einer Tour inklusive Ranger ist es möglich, diese imposanten Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Neben einem Wandernetz von 300 Kilometern gehört das Kloster Rača wohl zu den bekanntesten Denkmälern in dieser Gegend. Hier wurden die wichtigsten religiösen Schriften des mittelalterlichen Serbien erstellt. 

Schon gewusst? Die Drina ist der größte Nebenfluss der Save. Heute ist sie der Grenzfluss zwischen Bosnien - Herzegowina und Serbien. Davor trennte der Fluss das Oströmische von dem Weströmischen Reich und später markierte er die Grenze zwischen Serbien und Österreich-Ungarn.

 

Unweit des Ortes Banja Basta, gelegen am Rande des Nationalparks, befindet sich auf serbischer Seite des Flusses das berühmte Haus am Fluss. Ende der 1960er-Jahre erbaut, wurde das Haus schon mehrmals von Hochwassern weggerissen und neu aufgebaut.  

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Dieses Foto wurde übrigens von Sarah Althaus aufgenommen. In ihrem Blog Rapunzel will raus beschreibt die Schweizerin ihren Roadtrip nach Serbien.

 

Ovčar-Kablar Schlucht:

In Zentralserbien windet sich der 308 km lange Westliche Morava Fluss durch die Ovčar-Kablar Schlucht. Benannt wurde die Schlucht nach den „heiligen Bergen“ Ovčar (985 Meter) und Kablar (889 Meter). Auf den steilen Hängen dieser Berge wurden im 14. und 15. Jahrhundert 10 Klöster erbaut, die den Menschen Zuflucht vor dem Ansturm der türkischen Armee boten.

Ovčar Banja ist einer von vielen serbischen Orten, wo warmes Thermalwasser an die Oberfläche tritt.

 

Nationalpark Fruška Gora:

Ein Erholungsgebiet für die Einwohner aus Novi Sad und Belgrad ist der Nationalpark Fruška Gora. Ein kleines Mittelgebirge, fast völlig mit Wald bedeckt, am rechten Ufer der Donau in der Vojvodina. Die Gegend ist für den Weinanbau bekannt. Probieren sollten Sie auf alle Fälle ein Gläschen Bermet. Darunter versteht man ein weinhaltiges aromatisiertes Getränk mit Kräutern.

Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert wurden zahlreiche orthodoxe Klöster gebaut, die das damalige Zentrum des geistigen und politischen Lebens waren.

Uvac Fluss:

Majestätische Gänsegeier kreisen über den Mäandern des smaragdgrünen Flusses Uvac mit dem gleichnamigen Stausee, der gemütlich zwischen den Bergen Zlatar und Zlatibor im Süden Serbiens fließt. Für mehr als hundert Geierpaare ist der Fluss das normalste der Welt, für mich sind die vielen „stark geschwungenen Kurven“ ein MUST-SEE und ein Zeugnis über die Einzigartigkeit unserer Natur.

Auch Mönchsgeier, Schmutzgeier, Steinadler und Seeadler haben sich seit Kurzem in dieser Gegend wieder angesiedelt.

Westlich des Flusses ist das serbisch-orthodoxe Kloster Mileševa aus dem 13. Jahrhundert mit seinen eindrucksvollen Fresken sehenswert.

Foto rechts: Copyright:  Lazar Kostic, Serbia Travel

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Kučaj-Gebirge:

Im Osten erstreckt sich das Kučaj-Gebirge mit seinen vielen Flüssen und dem imposanten Lazars Canyon. Mit ca. 9 km Länge und einer Höhe von 300 bis 500 Metern ist dieser die längste Schlucht in Ostserbien. Der Canyon selbst und seine vielen Höhlen sind noch nicht vollständig erforscht. Er ist unzugänglich und das Durchqueren ein echtes Abenteuer. Sehen Sie hier ein kleines Video von dieser atemberaubenden Schlucht. Im Osten von Serbien sind die Klöster Manasija (ein über 600 Jahre altes Kloster) oder Ravanica sehenswert.

 

Das Kloster Ravanica wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut. Im Juni 1389 wurde Fürst Lazar Hrebeljanovic, ein ehrgeiziger Politiker der damaligen Zeit, im Kampf gegen die Türken in einer Schlacht im Kosovo getötet und bald darauf von der serbischen Kirche heiliggesprochen. Sein Leichnam wurde aus dem Kosovo in das Kloster Ravanica gebracht, welches zu einem berühmten Wallfahrtsort aufstieg.

Foto: Kloster Manasija. Copyright: Predrag Vuckovic, Serbia Travel

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Schlemmen in der Gourmet-Schatztruhe

In dieser Truhe stelle ich Ihnen zwei Projekte mit sozialem Engagement in Serbien und dem österreichischen Pendant vor.

 

BioBalkan:

Reisen Sie mit mir in den Süden von Serbien, in das Städtchen Lebane.

Wegen einer Arbeitslosenrate von bis zu 60 Prozent, zieht es viele Menschen von dort in die weite Welt hinaus.

Aber Slobodanka Pavlović brachte 2015 mit ihrer Manufaktur Radanska Ruža wieder frischen Wind in diese Gegend.

BioBalkan ist mehr als eine Selektion handgemachter Gaumenfreuden wie Ajvar, Malina oder Maliđano aus Südosteuropa.

Ein großes Anliegen von Slobodanka ist es, einen Arbeitsplatz für mittellose Frauen in der Gemeinde zu schaffen, ihr Selbstvertrauen zu stärken. Frauen, die mangels Qualifikation oder Berufserfahrung, wegen ihres Alters, einer Behinderung, chronischen Leidens, oder einfach, weil sie alleinerziehend sind, nur geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Radanska Ruža hat mit wenigen Mitarbeiterinnen angefangen. Mittlerweile kochen über 30 Frauen traditionelle Rezepte und verarbeiten vollkommen händisch rund 100 Tonnen Gemüse von bis zu 50 Kleinbauern.

Die Delikatessen vom Balkan kaufen Sie online oder in ausgewählten österreichischen und deutschen Geschäften. Finden Sie hier eine Liste. Ich persönlich hole mir den serbischen Geschmack via Markta oder Adamah ins Haus.

Am Rande bemerkt: Der Biohof Adamah wurde im November vom Magazin BUSINESSART zu den Nachhaltigen Gestalter*innen 2021 ausgezeichnet. 

Das österreichische Pendant zu Biobalkan ist fair-wurzelt aus dem niederösterreichischen Neidling-Afing. Gesunder Genuss, biologische Erzeugung, faire Preise, bewusstes Leben, höchste Qualität, das sind die Grundlagen der Produkte. Beim Kauf eines Chutneys, einer Gewürzmischung, eines Badesalzes etc. unterstützen Sie den Wiedereinstieg benachteiligter Frauen ins Berufsleben. Hier finden Sie den Produktfolder inklusive der Geschäfte, wo Sie diese Produkte erstehen können. Meinem Schwiegervater schmeckt das Bio Rhabarbar Orangen Chutney, welches ich ihm bei SpeiseLokal in Neulengbach zu Weihnachten gekauft habe, ausgezeichnet. Ich bevorzuge das Basilikum Pesto als Basis für meine Pasta.

 

 

Bäckerei Zvezda in Subotica:

In der nordserbischen Stadt Subotica, der zweitgrößten Stadt der Vojvodina, duftet es seit September 2021 aus der Bäckerei Zvezda. Das Besondere in der Sternenbäckerei (Übersetzung von Zvezda) ist, dass sie vor allem jungen Menschen, die normalerweise keinen oder nur einen erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt haben, einen Arbeits- und Ausbildungsplatz bietet. Bei einer Jugendarbeitslosigkeit von über 20 Prozent ist das Projekt Back Ma's, welches von der Caritas Österreich, der ADA (Österreichische Entwicklungszusammenarbeit) und des Gragger Social Business unterstützt wird, ein Lichtblick.

Ein wichtiger Fokus des Projekts liegt im Aufbau einer lokalen Wertschöpfungskette. So wird das Sortiment aus natürlichen Rohstoffen produziert, welche größtenteils von lokalen Zulieferern erworben werden. Der von Gragger Social Business entwickelte Backofen ist energieeffizient und wird mit natürlichen Abfällen beheizt.

 

In Wien wurde 2018 die gemeinnützige gragger&chorherr Holzofenbäckerei gegründet.

Die Bäckerei im Wiener Nordbahnviertel ist ein Ausbildungsort in den Bereichen Gastronomie, Verkauf und Bäckerei für Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen am Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Alle Gewinne werden wieder in die Förderung von Bildung und Ausbildung in Österreich sowie in eine südafrikanische Schule investiert. 

Die Bäckerei ist aber auch ein gemütlicher Ort zum Verweilen. Entspannen Sie bei einem guten Bio-Kaffee und schmökern dabei in einem Buch aus der kleinen Kaffee-Bibliothek. Das Brotrad, ein mobiler Verkaufstand, ist mit den hochwertigen Bio-Köstlichkeiten durch ganz Wien unterwegs. Hier geht´s zu den einzelnen Standorten.

 

 

Welche Juwelen gibt es in der Städte-Schatztruhe zu entdecken?

Ich könnte über Belgrad oder Novi Sad schreiben. Aber ich habe mir die zwei unentdeckten Schätze, Subotica an der Grenze zu Ungarn und das Dorf Vrmdža im östlichen Serbien, nördlich von Niš ausgesucht.

 

Subotica:

Subotica ist mit über 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in der Vojvodina. Gelegen an der ungarischen und weniger als 350 km von der südsteirischen Grenze entfernt ist sie eine wahre Perle mit wunderschönen Bauten der ungarischen Sezession.

Die Synagoge von Subotica gilt als einzige intakte Synagoge, die im Stil des ungarischen Jugendstils erbaut wurde. In nur einem Jahr wurde sie 1902 mit öffentlichen Spenden errichtet! Außerdem ist sie  die zweitgrößte jüdische Kirche in Europa.

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Synagoge: Copyright: Subotica Tourism                                                                     Ferenc Raichls Palast: Copyright: Subotica Tourism

Über 100 Gebäude wurden in der Grenzstadt in diesem Stil erbaut, so auch das Rathaus oder der Ferenc Raichls Palast.

Weniger als 10 km von der Stadt entfernt befindet sich der Kurort Palić mit dem gleichnamigen See und seinen historischen Gebäuden. Einer Legende nach wurde der See von den Tränen eines hübschen Mädchens gefüllt, welches sich unsterblich in einen fürstlichen Jüngling verliebte und deren Liebe unerwidert blieb.

 

Die Einleitung von Abwässern und zu vielen Nährstoffen hat den See jedoch im Laufe der Jahre veröden lassen. Mit Hilfe von Fördergeldern wird er laut diesem Artikel, veröffentlicht im November 2021, wieder renaturiert, eine Pufferzone wird geschaffen, die Kläranlage wird modernisiert und fehlende Haushalte werden an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen.

Fremdenverkehrsamt:

https://visitsubotica.rs/

 

Vrmdža:

Mit Vrmdža stelle ich Ihnen ein Dorf vor, dessen Namen ich wahrscheinlich nicht richtig ausspreche und das sich weigert zu sterben. Gelegen rund 230 km südöstlich von Belgrad unterscheidet es sich auf den ersten Blick nicht von anderen serbischen Dörfern. Eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert (so schätzt man) und eine Schule, die bereits 1851 ihre Pforten öffnete, sind Zeugen, dass dieser Ort schon viel erlebt und gesehen hat. 1948 lebten hier noch rund 1.500 Menschen, 2011 waren es weniger als 500 Menschen. Seit 2010 haben jedoch Menschen aus dem In- und Ausland rund 45 von insgesamt 155 Immobilien erworben. Was ist passiert?

 

Der Ort erfindet sich in den letzten Jahren neu. Zu dieser treibenden Kraft gehören Menschen wie Dragana Tomic Pilipovic.

Anstatt die Karriereleiter weiter zu erklimmen, fragte sich die Personalleiterin, wie sie ihren Traum    "weniger Geld, mehr Erfüllung" verfolgen sollte.

Sie entschied sich, ihre Zelte in Belgrad abzubrechen und kaufte 2010 ein Grundstück in Vrmdža. 2015 zog sie dann mit Kind und Kegel um.  

 

Dragana wünschte sich, dass ihre Kinder eine tiefe Beziehung zur Natur aufbauen und sie suchte nach einem Weg, wie sie ihr Wissen für eine nachhaltige Entwicklung im Bereich Social Entrepreneurship anwenden konnte.

 

Sie gründete mit dem Rural Hub einen Co-Working Space, in dem sich innovative, sozial verantwortliche Personen und Organisationen austauschen und vernetzen. Ein gemeinsamer Platz zum Arbeiten wurde geschaffen, der kreativen Ideen freien Lauf lässt.

"Die Menschen müssen nicht mehr Bauern werden, um im Dorf leben zu können. Sie nutzen die Ressourcen der Gegend und geben dafür ihre Skills weiter. Sie lehren also beispielsweise die Bauern, von denen sie Lebensmittel erhalten, die Computernutzung", so Dragana.

Außerdem unterstützt und fördert der Hub die Entwicklung seiner lokalen Gemeinschaft, indem er in Zusammenarbeit mit den Einheimischen Unterkunfts-, Verpflegungs-, Kultur- und Sightseeing-Angebote schnürt.

 

Auf diese Weise ist in der Gegend ein kleines Kletterzentrum mit über 100 Kletterrouten entstanden. 2020 fand ein nationaler Kletterwettbewerb statt und in den Jahren davor ein Kletterfestival.

 

 

Slow Travel-Schatztruhe: Legendäre Bahnfahrt von Belgrad nach Bar (Montenegro)

Einer der schönsten Bahnstrecken Europas verbindet seit 1976 die serbische Hauptstadt mit der montenegrinischen Küstenstadt.

Auf der 476 km langen Strecke (Fahrtzeit: ca. 11 Stunden) durchqueren Sie Canyons und fahren über die höchste Eisenbahnbrücke in Europa. Der Mala-Rijeka-Viadukt ist knapp 500 Meter lang, verläuft 198 Meter über dem Talgrund.

 

Nähere Infos:

Serbische Eisenbahn: Srbija Voz (srbvoz.rs)

Mit dem Balkan Flexipass reisen Sie innerhalb von 3, 5, 7, 10, oder 15 Tagen unbegrenzt auf Schiene durch Bulgarien, Griechenland, Mazedonien, Serbien, Montenegro, Bosnien Herzegowina (inkl. der Republika Srpska, einer Verwaltungseinheit in Bosnien und Herzegowina), Rumänien und die Türkei, sowie auf Linien des Schifffahrtsunternehmens Attika. Gültigkeitsdauer: 2 Monate.

 

Meine Reisetipps:

Mit Marco Vanek von planetReisen begeben Sie sich Ende Juni auf die Spuren von Bogdan Bogdanović (ich meine nicht den Basketballspieler). Mit Bus und Bahn besuchen Sie neben Land und Leuten Denkmäler und Gedenkstätten des 2010 in Wien gestorbenen Schriftstellers, Architekten und Philosophen. Seit den 1950er-Jahren schuf Bogdanović Monumente und versöhnliche Gedenkstätten gegen den Krieg im ganzen Land. Zur Einstimmung auf die Reise empfehle ich Ihnen den 2008 gedrehten Film „Architektur der Erinnerung: Die Denkmäler des Bogdan Bogdanović“

 

Nähere Infos:

Bogdan Bogdanovics welt - planetREISEN - der Reiseclub für Grün-Bewegte!

 

Im Mai erleben Sie auf der Reise „Zu den Rändern der Donaumonarchie“ Kultur, Natur und Begegnungen in der Vojvodina und in Slawonien. Besuchen Sie Subotica, die Kulturhauptstadt Novi Sad mit ihrer Festung Peterwardein, die Hügellandschaft der Fruska Gora mit ihren serbisch-orthodoxen Klöstern und Belgrad. Zum Abschluss machen Sie einen Abstecher an das andere Donauufer nach Kroatien, wo Vukovar, Ilok und der Naturpark Kopački rit am Programm stehen.

 

Nähere Infos:

Novi Sad - Europäische Kulturhauptstadt 2022 - WELTANSCHAUEN

 

Bei der Serbienreise von Weltweitwandern steht die unentdeckte Schönheit von Serbien im Vordergrund. Wandern Sie durch unberührte Naturlandschaften im Tara Nationalpark oder im Zlatibor Gebirge. Erleben Sie Gastfreundschaft in versteckten Dörfern und tauchen Sie in die bewegte Geschichte des orthodoxen Christentums ein.

 

Nähere Infos:

Serbien Reisen und Wanderreisen von WeltWeitWandern

 

Anreise:

Da der Hauptbahnhof in Belgrad wegen Umbau noch für mehrere Jahre geschlossen ist, erreicht man die Hauptstadt Serbiens von Wien direkt in knapp neun Stunden mit einem Fernbus (z.B. Flixbus).

 

Die Strecke Budapest-Belgrad wird als Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut. Sie ist ein Teil der geplanten Eisenbahnverbindung Budapest-Belgrad-Skopje-Athen und zählt zu den derzeit größten Investitions- und Infrastrukturbaustellen in Südosteuropa.

Nach Fertigstellung soll die Reisezeit von 8 Stunden auf unter 3 Stunden zwischen Budapest und Belgrad verkürzt werden.

Mit chinesischen Geldern mitfinanziert, werden nach Fertigstellung Waren schneller vom griechischen Hafen von Piräus nach Zentral- und Osteuropa befördert. Die Route ist Teil der Belt and Road Initiative (BRI).

Unter der „Neuen Seidenstraßen Initiative“, wie man die BRI in Europa gerne nennt, versteht man ein außenpolitisches Konzept der chinesischen Regierung, welches darauf abzielt, Asien über Land- und Seewege mit Afrika und Europa zu verbinden, um die regionale Integration zu verbessern, den Handel zu steigern und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

 

Tourismusamt:

https://www.serbia.travel/

Dieser Artikel ist in meinen Februar Reise-Inspirationen erschienen.